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Den Haag (1927/28), Ausstellungen der Wiener Frauenkunst. Arbeiten für die Wiener
Werkstätte: Keramik, bemalte Spanschachteln, Glas, Glasdekore, Christbaumschmuck,
Stoffe; Gebrauchsgrafik, Elfenbein, Spitzen, Tülldecken. Mitarbeit an den Mappenwer-
ken „Die Mode“ (1914/15) und „Das Leben einer Dame (1916).
Ausz.: Mitglied der Künstlerwerkstätten der Wiener Werkstätte.
L.: Fahr-Becker 1994, Heller 2008, Schweiger 1990
Schaukal Lotte von; Übersetzerin
Geb. 12. 10. 1908
Gest. 1997
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Richard von Schaukal (1874–1942), österr. Dichter;
Mutter: Fanny Hückel, Tochter eines Hutfabrikanten. Bruder: Johann Wolfgang von Schau-
kal (1900 –1981), Maler und Volksbildner. drei Kinder.
Laufbahn: Übersetzte französische, holländische und englische Werke.
W.: „Mithg.: Richard von Schaukal: Ausgewählte Werke Bd. 1– 6“ (1960 –1967). Überset-
zungen u. a.: „Jan de Hartog: Gottes Trabanten“ (1952), „Antoine Giacometti: Der verdorrte
Feigenbaum“ (1957), „H. F. M. Prescott: Felix Fabris Reise nach Jerusalem“ (1960), „Anton
van Duinkerken: Bernhard von Clairvaux“ (1966), „André Frossard: Gott existiert. Ich bin
ihm begegnet“ (1970), „Elisabeth Goudge: Das Mädchen vom Meer“ (1971), „André Miguel:
Warum mußt du gehen?“ (1973), „Max Bergerre: Ich erlebte vier Päpste“ (1979), „Pedro Ar-
rupe: Mein Weg und mein Glaube“ (1983)
L.: Kürschner 1988
Schaumayer Maria; Wirtschaftswissenschafterin, Politikerin und Nationalbankpräsidentin
Geb. Graz, Stmk., 7. 10. 1931
Gest. Wien, 23. 1. 2013
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter eines Obstbauingenieurs und einer Lehrerin.
Ausbildungen: Matura im Realgymnasium Fürstenfeld. 1949 bis 1952 studierte sie Welthan-
del und Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für Welthandel in Wien, anschlie-
ßend an der Universität Innsbruck (1954: Dr. rer.oec.).
Laufbahn: M. Sch. gehört zu den wenigen Personen, die sowohl in der Politik als auch im
Beruf Karriere gemacht haben. Zunächst im Bankenbereich (Creditanstalt-Bankverein) tä-
tig, 1957–65 als Betriebsrätin, 1965–73 amtsführende Stadträtin (für städtische Unternehmen,
später für technische Angelegenheiten) und Mitglied der Wiener Landesregierung (ÖVP),
1973–82 Abgeordnete zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderats. 1974
begann ihre eigentliche Karriere in der Wirtschaft: Vorstandsmitglied der Kommunalkredit
AG, 1982–89 Vorstandsmitglied der ÖMV AG. 1990 –95 Präsidentin der Österreichischen
Nationalbank. Seit 2000, nach ihrem Verzicht auf eine weitere Amtsperiode, Regierungsbe-
auftragte für Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter. Die Tatsache, dass der Anteil der Frauen
in Entscheidungspositionen in Österreich lediglich 4 Prozent betrug, hat M. Sch. im Jahre
1991 dazu bewogen, eine „Stiftung der Förderung von wirtschaftlichen, politischen und wissen-
schaftlichen Frauenkarrieren“ ins Leben zu rufen. Diese Stiftung finanzierte sie zum Großteil
aus ihrem Privatvermögen.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 3, P – Z
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1238
- Category
- Lexika