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Scheer | S 2859
Laufbahn: Im März 1944 wurde Ch. E. Sch. zum Arbeitsdienst und Kriegseinsatz in Nie-
derösterreich einberufen. Nach ihrer Entlassung Ende März 1945 kehrte Ch. E. Sch. zu
ihrer Familie zurück und verbrachte das Kriegsende bei ihren Großeltern in Lienz, Osttirol.
Im Jahr 1948 setzte sie ihr Studium fort und promovierte 1951. Unter der Leitung von
Forstdirektor Elsässer in der Abteilung Forstschutz, Kammer für Land- und Forstwirtschaft
in Graz, war Ch. E. Sch. von 1951 bis 1956 als Sekretärin tätig. Von 1956 bis zu ihrer Pen-
sionierung 1984 arbeitete sie in der Abteilung Holzschutz des Österreichischen Holzfor-
schungsinstitutes in Wien u. a. unter der Leitung von Professor Kurt Lowag. Dort befasste
sie sich mit biologischen Problemstellungen, z. B. Schädlingen an verbautem Holz, Prüfung
von Käfer- und Schwammbefall in Wohnhäusern, Kellern und Dachböden, mit der Erpro-
bung verschiedener Holzschutzmittel sowie Imprägnierversuchen im Labor und im Frei-
land. Weiters beschäftigte sie sich mit der Imprägnierbarkeit von Holz, der Hemmwirkung
von Span- und Holzfaserplatten gegen Pilzbefall, dem wirksamen Holzschutz im Holzbau,
Schutzmittelarten und entsprechenden Behandlungsmethoden. Im Zuge dieser Forschun-
gen wurden Hausbock- und Anobienschäden in verschiedenen Klimazonen Österreichs
vom Neusiedlersee bis in die Hochtäler Tirols untersucht sowie vorbeugende Maßnahmen
bei nachträglichen Dachausbauten getroffen. Zudem war sie einige Semester als Lektorin
für Holzschutzfragen an der Universität für Bodenkultur in Wien bestellt. In ihrer Pension
war Sch. lange Zeit in einigen Gremien des Holzschutzes aktiv.
W. u. a.: „Beiträge zur Biologie und Epidemiologie des Fichtennestwicklers (Epiblema te-
della CL.). Dissertation, Zoologisches Institut, Universität Graz“ (1951), „Gem. m. Schedl,
K. E.: Der Fichtennestwickler (Epiblema tedella CL.)“ (1951), „Der Kleine Pappelbock –
ein Schädling unseres Pappelholzes. Holzforschung u. Holzverwertung“ (1957), „Gem. mit
Lohwag, K.: Zur Frage der Imprägnierarbeit von Lärchenkernholz. Holzforschung u.
Holzverwertung“ (1963), „Holzschutz in Haus und Hof Holzschutzmittel und einfache
Holzschutzverfahren. Praktische Landtechnik, Sondernummer: Landwirtschaftliches Bau-
wesen“ (1968), „Gem. mit Neusser, H.: Verhalten von einigen Span- und Faserplattentypen
gegenüber Pilzen. Holzforschung u. Holzverwertung“ (1970), „Maßnahmen zum nachträg-
lichen Dachausbau. Der Österreichische Zimmermeister“ (1980)
L.: Wikipedia
Scheer Ilse; Schauspielerin und Regisseurin
Geb. 1935
Gest. Berlin, Deutschland, 17. 4. 2007
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit dem Schriftsteller und Regisseur Conny Han-
nes Meyer.
Ausbildungen: Schauspielausbildung bei Mela Wigandt und der Burgschauspielerin Doro-
thea Neff in Wien.
Laufbahn: Mitbegründerin der legendären „Komödianten am Wiener Börsenplatz“, ihr
Moritatenabend „Kaiser- und Küchenlieder“ zählte zu den populärsten Aufführungen der
Bühne. Anfang der 1970er-Jahre kam sie nach Berlin, wo sie mit Otto Zonschitz am Hal-
leschen Ufer die Theatermanufaktur gründete. Inszenierungen am Staatstheater Stuttgart,
am Landestheater Tübingen und bei den Ruhrfestspielen. Von 1980 bis 1991 künstlerische
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 3, P – Z
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1238
- Category
- Lexika