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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
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Schenierer | S 2865 Schenierer Sarah; Pädagogin und Schulgründerin Geb. Krakau, Galizien (Krakόw, Polen), 1883 (1884) Gest. Krakόw, Polen, 1935 Herkunft, Verwandtschaften: Stammt aus einer orthodoxen Familie. Laufbahn: Lebte während des Krieges als Flüchtling in Wien, erhielt dort Zugang zu den Quellen jüdischen Wissens. Kehrte 1917 nach Galizien zurück und eröffnete in ihrem El- ternhaus in Krakau eine Schule für Mädchen, die sie „Beth Jacob“ nannte. Dort unterrich- tete sie die Mädchen die Gebete zu lesen, erklärte ihnen die Thora und die Bedeutung des Sabbat und der jüdischen Feiertage. Aufgrund des großen Erfolges wurden in zahlreichen Orten Polens ähnliche Schulen errichtet. 1919 wurde die Schule unter das Patronat von Agudath Jisroel, Ortsgruppe Krakau genommen, die Bewegung „Beth Jacob“ entstand. W.: Gesammelte Werke erschienen 1934 in ŁÓdź L.: ÖNB 2002, Wininger Bd. 7 Schenk-Danzinger Charlotte, geb. Danziger, Lotte; Psychologin und Pädagogin Geb. Wien, 22. 12. 1905 Gest. Wien, 2. 3. 1992 Herkunft, Verwandtschaften: Ch. D. war das einzige Kind des Pharmazeuten Leo Erwin Danziger (1878–1937) und seiner Ehefrau Pauline, geb. Köstler (1880–1968), die nach dem Tod des Ehemanns das Geschäft weiterführte. LebenspartnerInnen, Kinder: 1937 Heirat mit dem Ingenieur Johann Schenk (1902–1995). Aus dieser Ehe stammen die Tochter Margarete, verh. Haupt-Stummer (* 1938), Diplom- kauffrau, später Hausfrau, und der Sohn Johannes (* 1943), Ingenieur. L. S.-D. war 1937 bis 1946 Hausfrau und widmete sich der Erziehung ihrer Kinder. Ausbildungen: Staatsprüfung in Englisch, ab 1925 Studium der Psychologie an der Uni- versität Wien bei Karl und Charlotte Bühler, nebenbei von 1926 –28 viersemestrige hoch- schulmäßige LehrerInnenbildungskurse am Pädagogischen Institut der Universität Wien, 1929/30 Promotion zur Dr.phil., 1950 Lehramtsprüfung für Volksschulen und 1953 für Päda gogik an Allgemeinbildenden Höheren Schulen. Laufbahn: Im Zuge ihrer Dissertation arbeitete L. D. in der Kinderübernahmsstelle der Stadt Wien und war ab 1927 aus Mitteln der Rockefeller Foundation bezahlte Assisten- tin, beziehungsweise nach dem Abgang Hildegard Hetzers 1931 erste Assistentin Char- lotte Bühlers im Bereich Kinderpsychologie. Sie stand auch in Verbindung mit der von Paul F. Lazarsfeld am Psychologischen Institut etablierten sozial- und wirtschaftspsycho- logischen Forschungsgruppe und übernahm 1931/32 den Hauptteil der psychologischen Feldforschung im Rahmen der Arbeitslosen-Studie von Marienthal. Außerdem leitete sie in Zusammenarbeit mit dem Gemeindeamt der freien Gemeinde Gramatneusiedl die vom Arzt Paul Stein initiierte und organisierte Winterhilfe-Aktion. Zu Beginn der 1930er Jahre entwickelte sie eine erste Form von Schulreifetests aus der in den Wiener Kleinkindertests enthaltenen Reihe für das sechste Lebensjahr. 1935 wurde sie von Charlotte Bühler nach London geschickt, wo sie bis 1937 die (Ko-)Leitung des Kinderpsychologischen Instituts im Rahmen der Parent`s Association übernahm. Seit 1946 wieder berufstätig, engagierte sie sich im Wiener Schulwesen und arbeitete im Auftrag des Pädagogischen Instituts der
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
3, P – Z
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1238
Category
Lexika
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