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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
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S | Scheu-Riesz2872 Qu.: DÖW; Close Associates papers, Northwest Architectural Archives, Manuscripts Divi- sion, University of Minnesota. W.: Öffentliche Gebäude, Nutzbauten und Geschäftsgebäude in Minnesota; mit ihrem Mann Bau von über 100 privaten Wohnhäusern in den Bundesstaaten Idaho, Iowa, Minnesota, South Dakota, Virginia, Wisconsin und Kanada, Entwurf von Fertigteilbauten: Golden Age Homes, Minneapolis (1960), Garden City, Brooklyn Center (1975), Duff House, verschiedene Bauten des Metropolitan Medical Center Complex, Minneapolis (1960 –75), Peavy Technical Center, Chaska (1970), Gray Freshwater Biological Institute, Orono (1974), University of Minnesota Music Building, Minneapolis (1985), International School of Minnesota, Eden Prairie (1988), Häuser im University Grove, St. Paul. Publikationen in Architekturzeitschriften. L.: Kanzler 2002, Richter 1978, The Complete Marquis Who’s Who 1999, Archiv of Wo- men in Architecture: http://lumiere.lib.vt.edu/, Wikipedia Scheu-Riesz Helene, Scheu-Rieß, Scheu-Riess, geb. Riesz; Schriftstellerin, Kinderbuchautorin, Verlegerin und Übersetzerin Geb. Olmütz, Mähren (Olomouc, Tschechien), 18. 9. 1880 Gest. Wien, 8. 1. 1970 War verheiratet mir Gustav Scheu (Jurist, 1875–1935); Kinder: Friedrich Scheu (geb. 1905, Dr., Arbeiterzeitung), Elizabeth Close (geb. 1912, Architektin). Studierte zunächst Rechtswissenschaft und war bald in der österreichischen Frauenbewe- gung und in der Kinderpädagogik aktiv. Sie debütierte 1904 als Schriftstellerin mit dem Roman „Werden“ und begann Feuilletons für die „Neue Freie Presse“ zu schreiben. H. Sch.-R. war ab 1910 Herausgeberin der „Konegens Kinderbücher“. 1923 gründete sie den Sesam Verlag und gab in der Folge die „Kleinen Sesam-Bücher“ heraus. Damit versuchte sie die besten Werke der Weltliteratur für Jugendliche zu möglichst niedrigen Preisen zu veröffentlichen. Dabei legte sie auf eine künstlerisch wertvolle Aufmachung sehr viel Wert. Die ungefähr 20 Seiten umfassenden Hefte waren für die Schule und als Geschenksartikel konzipiert. 1937 emigrierte sie wegen ihrer jüdischen Herkunft in die USA. Sie führte den Sesam Verlag weiter und gründete die Island Press. Daneben war sie karitativ tätig und organisierte mit Quäker-Freunden Hilfslieferungen für die Nachkriegsjugend in Österreich. Sie lebte unter anderem in Okracoke und New York. 1954 kehrte sie nach Wien zurück und begann sich aktiv mit Schulfragen auseinanderzusetzen. Bis zu ihrem Tod bewohnte sie das von Adolf Loos gebaute „Scheu-Haus“ in Hietzing. Qu.: Die meisten ihrer Bücher befinden sich in der Kerlan Collection der University of Minnesota Library und in St. Paul bei der Tochter Elizabeth Close. W. u. a.: „In Memoriam. Gedichte“ (1910), „Japanische Volksmärchen“ (1912), „Märchen aus dem All“ (1918), „Österreichische Volksmärchen. 2 Teile“ (1913, 1924 als „Austrian Fairy Tales“ von Anne Zueblin übersetzt im Verlag New Era Publishing Company in London), „Klein Friedels Tag. Verse“ (1919), „Die Abenteuer des Odysseus. Für die Ju- gend erzählt“ (1919), „Wege zur Menschenerziehung. Essays“ (1919), „Nordische Sagen“ (1920, mit Eugenie Hoffmann), „Peterchen Mürrisch und Roderich Brumm und andere Kinderlieder“ (1921), „Die gähnende Prinzessin“ (1922), „Der Teufel und sein Lehrjunge und andere serbische Volksmärchen“ (1922, auch unter dem Titel „Serbische Volksmärchen“),
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
3, P – Z
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1238
Category
Lexika
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