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„Zerbrochene Posaunen“, beide im Verlag Rowohlt, wo die Autorin fallweise auch als Lektorin
arbeitete. In der Berliner Zeit häufige Wohnungswechsel, vermutlich, um Schwierigkeiten mit
den NS-Behörden wegen ihrer teil-jüdischen Herkunft aus dem Weg zu gehen. Juni 1938 Über-
siedlung nach Wien, hier ebenfalls mehrfacher Wechsel des Wohnsitzes. Durch die Publikation
des Romans „Einer ohne Vater“ Bekanntschaft mit dem Verleger Karl Heinrich Bischoff, der ihr
eine Tätigkeit im Lektorat seines Verlages vermittelte. Da mit Kriegsdauer die Anzahl der einge-
reichten Manuskripte drastisch zurückging und viele Zeitschriften eingestellt wurden, geriet sie
in ökonomische Bedrängnis. Um sich und den Sohn erhalten zu können, musste sie persönliche
Wertsachen verkaufen. Auch die Auftragsarbeit „Erbarbeiter der Ostmark“, einziges Werk mit
NS-Diktion, ist in diesem Zusammenhang zu sehen. 1947 kehrte Sch. nach Graz zurück, wo sie
zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten im Kulturleben der Nachkriegszeit avancierte. Maß-
geblich an Neugründung des Steirischen Schriftstellerbundes (über viele Jahre Vizepräsidentin
bzw. Generalsekretärin) und an Gründung des Forum Stadtpark beteiligt, daneben Kulturjour-
nalistin für den ORF Steiermark und für Grazer Printmedien. 1971 Rosegger Ehrenpreis (ge-
meinsam mit Ernst von Dombrowski), 1979 Literaturpreis des Landes Steiermark.
W. unter „Grete Garzarolli“: „Filmkomparsin Maria Weidmann. Roman“ (1933. 1983
in Grazer Tageszeitung „Südost-Tagespost“ als Fortsetzungsroman abgedruckt), „Zer bro-
che ne Posaunen. Roman“ (1935), „Erbarbeiter der Ostmark. Vorwort von Hans Malza-
cher“ (1940). Werk unter „Grete von Scheuer“: „Einer ohne Vater. Roman“ (1943). Werke
unter „Grete Scheuer“: „Kleine Nachtsonate“ (1946 =Kaleidoskop 27), „Die lange Nacht.
Zeichnungen v. Walter Behrens“ (1946), „Der Patriarch. Ein Raumbild“ (1952), „Gem
m. Mirko Jelusich: Die Maschinenbauer von Andritz. (Anläßlich des 100jährigen Be-
stehens der Maschinenfabrik Andritz)“ (1952), „Die Reise zu den Laubenvögeln. Eine
Frage- und Antwortgeschichte für Kinder und Eltern“ (1954 = Ein Wunderhorn-Buch),
„Balthasar. Legende. Nachwort v. Otto Hofmann-Wellenhof“ (1955), „Johann von Ös-
terreich im Licht der Presse. Zusammengestellt von Grete Scheuer. Vom Steirischen
Schriftstellerbund zum Gedenkjahr 1959“ (1959), „Der Kirschbaum. Illustriert v. Günter
Waldorf“ (1967), „Fahrt im Dunkel. Ehe, Liebe, Schuld. Roman“ (1972), „Hg.: Schnitt einer
Aussicht. Dokumentation steirischer Autoren“ (1974), „Der Reiner Schwur. 700 Jahre
19. 9. 1276–19. 9. 1976“ (1976), „Literatur von 1945–1976 in der Steiermark [Aufsatz im
Katalog zur Landesausstellung 1976, im 1978 erschienenen Nachtrag des Bandes“, „Ja und
Nein. Gedichte“ (1977), „Raum und Zeit“ (1979), „Zwanzig Jahre Lebenshilfe Steiermark“
(1980), „Zehn Jahre Reiner Kreis. 1972 bis 1982. Fotos von Stefan Amsüss“ (1982), „Der
Tod des Asklepios. Erzählung“ (1985), „25 Jahre Lebenshilfe für Behinderte in der Steier-
mark“ (1985), „Halt! Ein Mensch! Roman“ (1988), „Ferners Gedanken. Hörbücherei des
Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Sprecherin: Margit Jautz“ (o. J.
Buch-Nummer 4627), „Fahrt im Dunkel. Hörbücherei des Österreichischen Blinden-
und Sehbehindertenverbandes. Sprecherin: Helga Schick“ (o. J. Buch-Nummer 3614)
L.: Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1911–1965, 1976–1981, Giebisch/
Gugitz 1985, Hafner 2001, Kosch 1978, Kürschner 1999, Lengauer/Frei/Aspetsberger 1984,
List 1967–1982, Schmidt-Bortenschlager/Schnedl-Bubenicek 1982, Forschungsstelle Ös-
terreichische Literatur im Nationalsozialismus, Universitätsarchiv der Univ. Graz
Karin Gradwohl-Schlacher
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 3, P – Z
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1238
- Category
- Lexika