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Schiffer | S 2879
in Tierzucht, 1947 M. A., 1962 Ph.D. in vergleichender Literaturwissenschaft am Radcliff
College, Cambridge.
Laufbahn: Emigrierte 1938 in die Niederlande und 1939 mit der Familie in die USA. Unterrich-
tete 1947 bis 1950 Englisch an der Ohio State University, war 1950 bis 1954 Assistentin für Ger-
manistik an der Harvard University. 1955–1988 Mitglied der Abteilung für deutsche Sprache
und Literatur an der University of Massachusetts, ab 1968 Assoc.Prof. Mehrere Gastprofessuren:
1967/68 University of Colorado, 1974/75 Alexander v. Humboldt-Stipendiatin. E. Sch. verfasste
zahlreiche Fachbeiträge über Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Uwe Johnson.
Qu.: Tagblattarchiv (Personenmappe).
L.: ÖNB 2002, Röder/Strauss 1980 –83
Schiffer Therese, Ps. Robert Walter von Schiffer; Feuilletonistin und Übersetzerin
Geb. Jassy, Rumänien, 27. 11. 1862 (1864)
Gest. ?
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: fürstlicher Leibarzt, starb schon früh. Ihre Kindheit war
–
wie aus der Literatur hervorgeht
– nicht angenehm.
Laufbahn: Schrieb Feuilletons, Übersetzungen und freie Bearbeitungen englischer und
französischer Romane.
W.: Veröffentlichte in: „Österreichische Volkszeitung“, „Illustriertes Wiener Extrablatt“,
„Wiener Allgemeine Zeitung“, „Neues Wiener Journal“ und auswärtige Blätter. 1892 Roman
in „Extrablatt“ unter Ps. Walter von Schiffer.
L.: Buchegger 2002, Eisenberg 1891, Kosel 1902–1906, Pataki 1898
Schikaneder Eleonore, eigentl. Maria Magdalena, geb. Art(h); Schauspielerin, Sängerin
und Theaterdirektorin
Geb. Hermannstadt/Nagyszeben, Siebenbürgen (Sibiu, Rumänien), 17. 2. 1751
Gest. Wien, 22. 6. 1821 (gestorben im Gebäude des Theaters an der Wien)
LebenspartnerInnen, Kinder: 1777 Heirat mit Johann Joseph (Emanuel) Schikaneder (1751–
1812), Trennung nach ihrem Engagement in Pressburg; 2. verheiratet mit Johann Friedel
(† 1789), Schriftsteller und Schauspieler, 1788 bis 1789 Direktor des Wiener Freihaustheaters.
Laufbahn: E. Sch. debütierte etwa 1770 in Innsbruck, wo sie auch 1773 nachweisbar ist.
1776 war sie Mitglied der Theatertruppe des Andreas Schopf in Augsburg, nach ihrer Hei-
rat verband sich ihre Theaterlaufbahn – mit einer Unterbrechung – mit der ihres Mannes.
1777 traten beide in die Truppe Josef Mosers ein, die Emanuel 1778 als Direktor über-
nahm. Spiel
orte waren u. a. Nürnberg, Augsburg, Stuttgart, 1780 Laibach, Klagenfurt, Linz,
schließlich bis 1781 Salzburg, wo es auch zu engem Kontakt mit der Familie Mozart kam.
E. Sch. reüssierte besonders in der Titelrolle von Josef August v. Törrings „Agnes Bernauerin“
und als Rosina in Emanuel Schikaneders „Die Lyranten“ wie auch sonst oft mit diesem als
Partner. Ihr Repertoire war zu dieser Zeit äußerst umfangreich und umfasste fast alle Thea-
tergattungen. Sie spielte Erste Liebhaberinnen, Heldinnen, Bäuerinnen, junge und naive
Mädchen, übernahm auch mit Erfolg Gesangsrollen und tanzte. Nach Salzburg folgten
Aufenthalte in Laibach, Graz (Sommer 1781 und 1782) und Pressburg. Mit ihrem neuen
Lebenspartner Johann Friedel und ihrem Schwager Urban Schikaneder gründete sie 1785
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 3, P – Z
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1238
- Category
- Lexika