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Schlenk-Lechner Ellen (Helene); Musikerin, Komponistin und Konzertmeisterin
Geb. Wien-Penzing, 28. 7. 1859
Gest. Wien, 24. 3. 1940
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter des Wiener Verlagsbuchhändlers Rudolf Lechner
und Schwester der Musikerin Natalie Bauer-Lechner.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1884 Heirat mit Karl Schlenk (1856 –1924), Techniker und
Schulmann.
Ausbildungen: E. Sch.-L. studierte 1866 –1872 am Wiener Konservatorium der Gesellschaft
der Musikfreunde Violine (Schülerin von Josef Hellmesberger), Abschluss mit Diplom;
Klavierstudium.
Laufbahn: Sie komponierte, war Konzertmeisterin des Wiener Frauen-Symphonie-Or-
chesters, wirkte in verschiedenen Quartettvereinigungen mit und trat auch als Solistin auf.
Sie galt als Brahms-Spezialistin.
L.: ÖBL
Schlenther (Schlenther-Conrad) Paula, geb. Conrad; Schauspielerin
Geb. Wien, 27. 2. 1860
Gest. Berlin-Friedenau, Deutsches Reich (Deutschland), 9. 8. 1938
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Kaufmann, der Couplets und Zauberpossen verfasste.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1892 Heirat mit Paul Schlenther (1854 –1916), Schriftsteller
und Theaterdirektor, 1898–1910 Direktor des Wiener Burgtheaters.
Laufbahn: P. Sch. kam durch ihren Vater schon als Kind zum Theater. 1876 war sie für klei-
ne Rollen sowie Chorrollen engagiert, 1877 als muntere und naive Liebhaberin in Baden
(NÖ), 1878 in Olmütz, 1879 in Brünn. 1880 wurde sie Ensemblemitglied des Königlichen
Schauspielhauses in Berlin, wo sie u. a. als Franziska in Lessings „Minna von Barnhelm“,
Puck in Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ aber auch als ernste weibliche Darstellerin
des Lanzelot Gobo in „Der Kaufmann von Venedig“ erfolgreich war und besonders Figuren
aus dem Volk wirklichkeitsnah darstellen konnte. 1893 kreierte sie das Hannele in Gerhart
Hauptmanns „Hanneles Himmelfahrt“. 1895 musste sie sich wegen einer Erkrankung län-
gere Zeit von der Bühne zurückziehen und schloss danach einen Gastspielvertrag mit dem
Schauspielhaus ab. 1901 folgte sie ihrem Mann nach Wien, gastierte jedoch 1903/04 als
Frau Flamm in Hauptmanns „Rose Bernd“ am Deutschen Theater in Berlin. 1914 wieder an
das Schauspielhaus zurückgeholt, verblieb sie noch bis 1932 in dessen Verband, nun haupt-
sächlich als Darstellerin von Mutterrollen (Goethes „Egmont“, Schillers „Kabale und Liebe“,
Ibsens „Peer Gynt“), aber auch als Daja in Lessings „Nathan der Weise“. Kurze Zeit wirkte
sie auch in Stummfilmen mit.
L.: Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1931, 1939, Die Deutsche Bühne 1930, Eisenberg 1903,
Enciclopedia dello spettacolo 1954–83, Hoyer 1971, Keckeis/Olschak Bd. 1, 1953, Kosch
1953, ÖBL, Reichel 1962, Rischbieter 1983, Wikipedia
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 3, P – Z
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1238
- Category
- Lexika