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Schmettau2908
„der weibliche Fürst“ erhielt sie, da sie dessen Rollen genau kopieren konnte. Danach war J.
Sch. bis 1867 Ballettmeisterin am Josefstädter Theater, bis 1868 am Harmonietheater. Da-
neben machte sie Karriere als Volkssängerin. Sie debütierte mit sehr großem Erfolg in Pest
(Budapest) im Varieté Neumann. Noch 1868 kam sie wieder nach Wien. In der Folge gehörte
sie verschiedenen Wiener Volkssängergesellschaften (u. a. Kwapil, Kampf) an und gründete
1870 eine eigene, aus zwölf Personen bestehende Gesellschaft. J. Sch. war als ausgezeichnete
Jodlerin (mit ihrer Partnerin „Frl. Wilma“) mit kräftigem Sopran bekannt, ihr besonderes
Talent war es jedoch, in Männerkleidung männliche Volkstypen darzustellen. Besonders be-
kannt wurde sie als „Wiener Fiaker“, den sie schon in Pest kreiert hatte, als „Wiener Blitz“
und mit ihrem Couplet „Aber außi möchte i gehen!“. Die von ihr, der „Reformatorin des
Vierzeiligen“, gesungenen Texte unterscheiden sich durch ihre Dezenz deutlich von denen
zeitgenössischer Konkurrentinnen. 1892 erhielt sie eine eigene Konzession. Im selben Jahr
erlitt sie jedoch einen Schlaganfall, von dem sie sich nicht mehr vollständig erholte.
biograph. Mitteilungen, Hinweise: Mitteilungen E. Fleissner-Moebius und N. Lackner,
beide Wien.
L.: Aufbruch 1990, Deutscher Bühnenalmanach 1854–1893 (hier 1860–68), Hacker 1987,
Hauenstein 1976, Koller 1931, ÖBL, Schlögl 1893, Ullmayer 1873, ÖML-Online
Schmettau Edith, geb. Demel; Schriftstellerin
Geb. Teschen, Österr.-Schlesien (polnisch-tschechische Doppelstadt Cieszyn/Český
Těšín), 10. 7. 1890
Gest. 30. 5. 1964
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter von Leonard Demel, Bürgermeister von Cieszyn.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1913 Heirat mit Ernest Schmettau in Wien.
Ausbildungen: Studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Wien.
Laufbahn: Verlegte nach der Heirat ihren ständigen Wohnsitz nach Wien.
W.: „Die sieben Kinder des Pastors Kattenschlag“ (1931), „Das Schwaigerhaus. Roman“
(1936), „Grete Tumsers glückliches Jahr“
L.: Schmid-Bortenschlager/Schnedl-Bubenicek 1982, Wikipedia
Schmid Aglaja; Schauspielerin
Geb. Scheibbs, NÖ, 9. 8. 1926
Gest. Wien, 16. 12. 2003
LebenspartnerInnen, Kinder: Ehefrau des Regisseurs und Josefstadt-Direktors Rudolf
Steinboeck.
Ausbildungen: A. Sch. wuchs in Mauer bei Wien auf und besuchte sechs Klassen des Real-
gymnasiums, danach war sie bis 1944 Elevin des Max Reinhardt-Seminars in Schönbrunn
(LehrerInnen: Fr. Prolewitzkaja, Balser-Eberle, Liewehr, Neugebauer, Volters).
Laufbahn: Nach dem Arbeitsdienst 1944–1945 war sie ab 1945 am Theater in der Josefstadt
und am Schillertheater in Berlin engagiert. 1956–89 war sie Ensemblemitglied des Burg-
theaters. In den 1970er Jahren gastierte sie an der Josefstadt. Ihre letzte Rolle war 2001/02 die
schrullige Tante Fini in Miguel Mihuras „Katzenzungen“ in den Kammerspielen. Neben ihrer
Theaterkarriere spielte sie in den 1950er und 1960er Jahren in zahlreichen Spielfilmen mit.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 3, P – Z
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1238
- Category
- Lexika