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Schmida | S 2913
gegebene Festschrift „Philosophie der Wirklichkeitsnähe“. 1952 Tod Hilda Hagers in Capri,
bedingt durch einen Sturz.
1952: Übersiedlung der Schule in die Lehárgasse 1/2, 1060 Wien, wo sich das Institut Dr.
Schmida heute noch befindet. 1956: 100 Exemplare des „Himmlischen Jahres“ wurden ver-
vielfältigt. Die 450 Seiten dieses Werkes bildeten die Basis für die wöchentlich im Institut
Dr. Schmida stattfindenden rituellen Abende.
Um bei S. Sch. studieren zu können, musste man sich in die Schule einschreiben. Man er-
hielt je nach Jahrgang Unterricht in Fächern wie Gymnastik, Tanz, Meditation und Phi-
losophie. Nach einer vierjährigen Schulung wurde man durch das Ritual der Einweihung
zum Vollmitglied des Bundes für neue Lebensform und konnte an den rituellen Treffen, die
immer donnerstags stattfanden, teilnehmen. Diese Treffen begannen mit einer Lesung aus
dem „Himmlischen Jahr“ und einer Ansprache von S. Sch., gingen über in rituelle Tänze und
endeten mit einer Meditation.
1955: Der Tod ihres Lehrers Robert Reininger machte eine Universitätslaufbahn unrealis-
tisch; dies gab den Impuls zur Verfassung des vierbändigen Werkes „Die Perspektiven des
Seins“.
1957, 1958: Verfassung der „Präligio mystica universalis“; in diesem Werk zeigt sich der Ein-
fluss der Lebensreformbewegung auf S. Sch., es konnte jedoch kein Verleger gefunden werden.
22. 9. 1969: Tod Viktor Brods. März 1980: Verleihung des Berufstitels „Professor“. Am
1. Dezember 1981 starb S. Sch. im Institut Dr. Schmida.
S. Sch.s Denken war zeitlebens stark durch ihren Lehrer und Förderer Robert Reininger
geprägt, jedoch vermochte sie durch ihre intensive Auseinandersetzung mit der praktischen
und geistigen Tradition des Yoga, sowie des Tanzes und des Dramatischen eine ganz eigene
Philosophie zu entwickeln. Über die Gründung ihres Instituts meinte sie einmal: „In dem
Betrieb der Schule fand ich eine gewisse Integration meiner verschiedenen Anlagen und
konnte sie alle betätigen.“ („Die Spuren“)
Ausz.: Verkehrsflächenbenennung: 2012 Susanne-Schmida-Gasse in 1220 Wien.
W. u. a.: „Neue Feste, Gedanken zum Drama der Zukunft“ (1918), „Die Philosophie der
ewigen Wiederkehr. Diss. Univ. Wien“ (1919), „Theater von morgen“ (1950), „Es sind
die Götter: Darstellung der menschlichen Urtypen und ihrer Schicksale“ (1990), „Das
Himmlische Jahr“ (1956), „Präligio mystica universalis“ (Vervielfältigung 1962), „Perspek-
tiven des Seins“ (1968), „Die Kategorien der Psychologie. Perspektiven des Seins. II. Band“
(1970), „Raumliniengymnastik, gr. Meditation, Eros, Tod und Geburt“ (1970), „Strukturen
des Selbstbewusstseins. Perspektiven des Seins. III. Band“ (1973), „Makrokosmos, Per-
spektiven des Seins. IV. Band“ (1976), „Von der Gymnastik zum Tanz. Das Buch von
der leiblichen Zucht für Lehrende und Lernende“ (o. J.), „Gem. m. Brod, V.: Die Spuren.
Auto biographische Erinnerungen von Viktor und Susanne. Begonnen Ende des Jahres
1946, d. h. nach dem vollendeten 70. Lebensjahr“ vervielfältigtes Manuskript (o. J.)
Elke Pichler
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 3, P – Z
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1238
- Category
- Lexika