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Schmidl | S 2915
Schmidl Hedwig; Bildhauerin, Keramikerin, Emailleurin und Zeichenlehrerin
Geb. Wien, 25. 8. 1889
Gest. ?
Ausbildungen: Nach Privatstunden besuchte H. Sch. im Zeitraum von 1905 bis 1912 die
Kunstgewerbeschule bei A. v. Kenner, F. Metzner, J. Breitner, K. Moser, F. Barwig und M.
Powolny.
Laufbahn: Für die Wiener Werkstätte fertigte H. Sch. Keramiken und Christbaumschmuck.
Sie beteiligte sich an mehreren Ausstellungen. In den 1930er Jahren war sie Zeichenlehre-
rin in der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe. Ab 1938 war sie verfolgt.
Ausstellungen: Ausstellung Sonderkurs Keramik/Email (1911), Winterausstellung des Mu-
seums für Kunst und Industrie (1911 /12), Kunstschau (1920), Ausstellung von Arbeiten des
modernen österreichischen Kunsthandwerks (1923), Ausstellung Deutscher Frauenkunst
(1925), Europäisches Kunstgewerbe Leipzig (1927).
Mitglsch.: Sie war Mitglied der Künstlerwerkstätten der Wiener Werkstätte und der Wie-
ner Frauenkunst.
L.: Heller 2008, Schweiger 1990, Gmeiner/Pirhofer 1985
Schmidl Katharina Gabriele (Sr. Franziska); Ordensfrau, Fachlehrerin und Caritas Socialis-
Schwester
Geb. Wien, 31. 1. 1877
Gest. Wien-Kalksburg, 17. 8. 1953
Laufbahn: K. Sch. war städtische Fachlehrerin und wurde Benediktiner-Oblatin. Sie arbei-
tete in der Patronage und im Katholischen Arbeiterinnenverein mit, 1914 –1918 als Oberin
in der neu erbauten Kinderklinik Glanzing, damals ein Malteserspital. Gegen Ende des
Krieges kam es zur Bekanntschaft mit Msgr. Schaurhofer und Hildegard Burjan. K. Sch. lei-
tete zunächst das Haus in der Pramergasse (Wien IX.). Weitere Stationen ihrer Tätigkeit in
der Caritas Socialis waren: Ab 15. 11. 1919 bis 1. 4. 1922 Leiterin des Mädchen-Fürsorgehei-
mes in Hütteldorf, dann bis November 1922 Leiterin der Abteilung für Jugendliche in der
Heilanstalt Klosterneuburg. Ab November 1922 führte sie die wirtschaftlichen Agenden des
Hauses. In den Jahren 1925 –1928 war sie im Mädchen-Fürsorgeheim in Eßling, dann im
Orthopädischen Spital, im Altersheim Groß-Mergtal/Böhmen und Eßling tätig. Später lei-
tete sie die Familienpflegestätten in Reichenberg/Böhmen. 1928 –1931 wirkte sie am Auf-
bau des Berufstätigen- und Lehrmädchenheimes in München mit, 1931–1935 in Innsbruck.
1936 übernahm sie die Leitung der Station in St. Ägyd am Neuwalde. 1938–1944 war sie im
Altersheim Klosterneuburg, in der Siedlung Schwarzlackenau, im Caritashaus Wien XX., in
der Trinkerfürsorge in der Geblergasse, Wien XVII., im Altersheim Wetzelsdorf bei Graz
und in St. Christophen im Wienerwald tätig, 1944 im Altersheim Kalksburg. Mit Sr. Verena
Buben (1900–1982) bewältigte sie die improvisierte Ausspeisung im Erzbischöflichen Palais
in der Rotenturmstraße. 1945 kehrte sie als eine der ersten Schwestern wieder in das Haus
in der Pramergasse 9 zurück. Ab 1946 verbrachte sie ihren Lebensabend in Kalksburg.
L.: Kronthaler 1995
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 3, P – Z
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1238
- Category
- Lexika