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nachdem er zweimal verhaftet worden war. Seine Frau führte das Geschäft zunächst weiter,
aber auch bei ihr fanden Durchsuchungen und Konfiskationen protestantischer Drucke
statt, und ab 1600 durften Druckereien nur mehr mit landesfürstlicher Genehmigung er-
richtet und betrieben werden. Sch. begab sich 1600 – unter Zurücklassung des Gerätes, das
Eigentum der Stände war – nach Steyr, wo aber keine Drucke mehr nachgewiesen sind.
L.: Bachleitner/Eybl/Fischer 2000, Durstmüller 1982
Schmidt Agathe; Ethnologin
Geb. Dargun, Mecklenburg (Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland), 20. 1. 1896
Gest. ?
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Amtshauptmann Jaspar Schmidt; Mutter: Johanna
Schmidt.
Ausbildungen: 1922 Beginn eines Studiums an der Universität Wien, Dr. rer.pol.; 1942 In-
skription von Völkerkunde an der Universität Wien, Studium unter Baumann; 1948 Promo-
tion bei Koppers und Czermak. In ihrer Dissertation stellt sie die Forderung der Änderung
des Kolonialsystems und Schutzmaßnahmen gegenüber Frauen auf.
Laufbahn: 1938/39 Feldforschung in Kamerun, Abbruch der Forschungen durch Kriegsbe-
ginn; nach der Promotion Forschungen in Südafrika, mehrere Jahre in Indien, dort vor allem
Engagement in humanitären Angelegenheiten.
Qu.: Wien, Museum für Völkerkunde, Teilnachlass.
W.: „Das Kornfest ‚Nsiä‘. Darstellung und Psychologie des Vegetationskultus im Dorf Nsei
im Grasland von Kamerun. In: Archiv für Anthropologie, Bd. 27“ (1942), „Totengebräuche
in Nsei (Bezirk Bamenda) im Grasland von Kamerun. In: Wiener Beiträge zur Kultur-
geschichte und Linguistik, Jg. 5“ (1943), „Über die Wesensart der Frau in NSEI (Bezirk
Bamenda, Kamerun, West-Afrika). Diss.“ (1948), „Some notes on the influence of religion
on economics in a Tika subtribe, West Africa. In: African Studies, Vol. 10, Nr. 1“ (1951),
„Das Kornfest ‚Nsiä‘. Darstellung und Psychologie des Vegetationskultus im Dorf Nsei im
Grasland von Kamerun. In: Archiv für Anthropologie, Bd. 28, Heft 3/4“ (1955), „Die rote
Lendenschnur. Als Frau im Grasland Kameruns“ (1955), „The water of life, in: African Stu-
dies. Vol. 14, Nr. 1“ (1955)
L.: Kossek/Habinger 1993, Renner, Smetschka 1997, Smetschka 2002
Schmidt Agnes, Künstlername Inez Fabbri(-Mulder), verh. Mulder; Sängerin,
Gesangspädagogin und Impresaria
Geb. Wien, 26. 1. 1831
Gest. San Francisco, Kalifornien, USA 30. 8. 1909
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter eines verarmten Wiener Samtfabrikanten.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1. 1858 Heirat mit Richard Mulder († 1874), Musiker und Im-
presario; 2. 1878 Heirat mit Jacob Müller (Muller) (†), Bariton, Schüler ihres ersten Mannes.
Laufbahn: A. Sch. debütierte 1847 in Kaschau erfolgreich als Abigail in Donizettis „Lucre-
tia Borgia“. Nach Wanderjahren kam sie über Königsberg (1856 –57) und Potsdam 1857 ans
Hamburger Stadttheater, wo sie u. a. als Valentine in Meyerbeers „Die Hugenotten“ großen
Erfolg hatte. Von dem holländischen Musiker und Impresario Richard Mulder, den sie heira-
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 3, P – Z
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1238
- Category
- Lexika