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Österreichische Historiker - Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Volume 2
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Page - 385 - in Österreichische Historiker - Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Volume 2

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Adolf Grohmann (1887–1977) 385 herzog Rainer nach Wien, die zum Hauptbetätigungsfeld Karabačeks hinsichtlich Paläo- grafie, Geschichte und Papyrologie wurde28. Grohmann besuchte bei Karabaček fraglos die zweisemestrige Vorlesung über arabische Paläografie, die dieser regelmäßig hielt. Grohmanns zweiter Lehrer war der Arabist David Heinrich Müller29. In Galizien ge- boren, erhielt eine klassische jüdische Ausbildung und studierte nach absolvierter Matura an der Philosophischen Fakultät in Wien, an der er 1875 promoviert wurde. Bereits 1876 habilitierte sich Müller in Semitistik, wurde zum Extraordinarius für dieses Fach ernannt und wirkte, inzwischen Ordinarius geworden, an der Gründung des Orientalischen In- stitutes an der Universität Wien mit. Die Vorlesungen Müllers wiesen eine große Breite der behandelten Sprachen auf : Jedes Semester las er entweder arabische Grammatik oder veranstaltete eine Lektüreübung arabischer Texte. Darüber hinaus hielt er hebräische und syrische Sprachübungen ab. Seine dritte Vorlesung war zumeist der semitischen Epigrafik und Schriftgeschichte gewidmet30. Neben seiner Lehr- und Forschertätigkeit an der Uni- versität Wien war Müller jedoch auch einer der wenigen, die sich auf wissenschaftliche Expeditionen begaben, nämlich auf die sogenannte Südarabien-Expedition, die von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften finanziert wurde. Die Kommission zur Er- forschung der afrikanischen und asiatischen Sprachen stellte am 4. Mai 1898 den von den Herren Karabaček, Müller und Reinisch unterzeichneten Antrag auf Erforschung 28 Zur Geschichte der Sammlung vgl. Helene Loebenstein, Hermann Harrauer, Die Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek (Wien 1983). 29 Zu ihm siehe Anm. 23. 30 Z.B. las er im WS 1907/08 „Interpretation babylon.-assyr. Keilinschriften“ (Vorlesungsverzeichnis der Uni- versität Wien WS 1907/08, 55) und im WS 1908/09 „Semitische Epigraphik und Schriftgeschichte“ (Vorle- sungsverzeichnis der Universität Wien WS 1908/09, 57), fortgesetzt im SS 1909 (Vorlesungsverzeichnis der Universität Wien SS 1909, 54). Abb. 27 : Josef von Karabaček 1893 Abb. 28 : David H. Müller
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Österreichische Historiker Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Österreichische Historiker
Subtitle
Lebensläufe und Karrieren 1900–1945
Volume
2
Author
Karel Hruza
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2012
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78764-8
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
678
Keywords
Lebensläufe, Werke und gesellschaftliches Wirken österreichischer Historikerinnen und Historiker, Geschichtsforschung
Category
Biographien
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