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Österreichische Historiker - Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Volume 2
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Page - 517 - in Österreichische Historiker - Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Volume 2

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Ernst Klebel (1896–1961) 517 Direktion des IÖG, die schließlich Brunner bekam. Durch seine Vorgehensweise hatte er jedoch viele der einflussreichen deutschen Historiker angegriffen, die davon früher oder später auch erfahren haben mögen. Anlass hatte dazu keiner bestanden. Nach Kriegsende arbeitete Klebel als Mitarbeiter des Südost-Instituts. Zuvor hatte er in den Jahren 1943, 1944 und 1945 jeweils einen dreimonatigen Urlaub vom Archiv- dienst in St. Pölten bekommen, um an der zweiten Auflage seiner „Siedlungsgeschichte des Deutschen Südostens“ arbeiten zu können. Dieser Arbeit widmete er sich auch 1945 in Arbing, einem Ortsteil Osterhofens (Landkreis Deggendorf, Niederbayern), wo das Südostinstitut sein Ausweichquartier hatte. Während dieses Aufenthaltes ging der Zweite Weltkrieg zu Ende und Klebel beschloss, in Deutschland zu bleiben131. Von dort schrieb er an seinen Kollegen Zibermayr. Die Dinge stünden nun so, daß ich weiter hier zu blei- ben gedenke, ich habe zu viele „gute Freunde“, um andere Wege zur Zeit zu wählen132. 1947 hielt Klebel Vorträge beim Christlichen Bildungswerk Passau133. 1948 bekam er von Max Spindler den Auftrag für die Fortsetzung der Arbeiten am Historischen Atlas von Bayern und konnte 1949 schließlich eine Stelle im Stadtarchiv Regensburg antreten134. 1951 erteilte ihm dann das Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus […] für das S.S. 1951 einen 2 stündigen Lehrauftrag […] für Geschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Regensburg135. 1953 wurde Klebel schließlich an diese Hochschule als Or- dinarius für Allgemeine Geschichte berufen, obwohl der erhaltene Dreiervorschlag belegt, dass Klebel hinter Otto Meyer an zweiter Stelle gereiht war. Wie es dennoch zu seiner Berufung kam, muss dahingestellt bleiben136. und deutscher Zweistaatlichkeit, hg. v. Tobias Kaiser, Steffen Kaudelka, Matthias Steinbach (Berlin 2004) 199–223 ; zu Brackmann siehe Günther Franz, Albert Brackmann, in : Biographisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte 1 (Augsburg 1995) 338. 131 UAR, Philosophisch-Theologische Hochschule, 186/2 Klebel, Lebenslauf : Während des Urlaubs 1945, den ich nach Arbing bei Osterhofen, Ndb. erhalten hatte, wo das Institut eine Ausweichstelle hatte, kam der Zusammen- bruch, ich blieb weiter in Arbing […]. 132 OÖLA, NL IZ, Schachtel 3, Klebel an Zibermayr, Zainach [Ortsteil der Gemeinde Osterhofen] vom 29.08.1946. 133 Ebd. Klebel an Zibermayr, Zainach 09.01.1947. 134 UAR, Philosophisch-Theologische Hochschule, 186/2, Klebel. 135 Burkhard Klebel, NL EK, Schreiben des Rektors der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heinz Fle- ckenstein an Klebel vom 25.04.1951. 136 UAR, Philosophisch-Theologische Hochschule, 158 Nr. 4, Berufungsakten : Vorschlag an das Ministerium vom 13.12.1951. Nach ausführlichen Vorbesprechungen in der Sitzung vom 7.11.51 hat das Kollegium in der Sit- zung vom 12. Dezember nach eingehender Beratung folgende Beschlüsse gefaßt : […] Für die erledigte Professur für Geschichte wurde folgende Vorschlagsliste mit Mehrheit beschlossen : 1. Otto Meyer, 2. Ernst Klebel, 3. Ernst Walter Zeeden. Zu Meyer vgl. Gerhard Zimmermann, Zur dankbaren Erinnerung an Herrn Universitätsprofessor Dr. Dr. h.c. Otto Meyer, in : Historischer Verein Bamberg. Bericht 136 (2000) 7–9, und Peter Johanek, Nachruf Otto Meyer, in : DA 56 (2000) 843–845.
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Österreichische Historiker Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Österreichische Historiker
Subtitle
Lebensläufe und Karrieren 1900–1945
Volume
2
Author
Karel Hruza
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2012
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78764-8
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
678
Keywords
Lebensläufe, Werke und gesellschaftliches Wirken österreichischer Historikerinnen und Historiker, Geschichtsforschung
Category
Biographien
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