Page - 178 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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178 Edition der Briefe
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195 roth>em@ saf¿an und gold>enem@ Beschlag hat, zu>,@ um es der Prinzesß von
Wal>es@ zu weisen. Da hätte sie alle der Deüfel holen mögen vor curiositet. Sie
habens heimlich besch>X@ gewog>en@ pp endlich die wie die sesseltrager es zur
Prinz>essin@ tragen wolt>en@, sprunge der Hausherr hervor /: a>us@ anstift>en@ der
Green sagt die al>te, w@elches sie auch respectu meiner gethan haben solle :/ God
dam>,@ ich lasse nichts aus mein>em@ Haus> @ der Laquai Carl, und die alte hätten
aber so viel gemacht, daß er es hätte abfolg>en@ lassen>,@ Es auch bereüet, und die
Leüte gebet>en@, sie sollen droben nichts sagen, welches sie auch so gethan hätten,
und die Pompeatisch>en@ wüsten nichts davon. Befrage sie doch>,@ ich bite dich,
aber so, daß sie nichts von Uns argumentir>en@ können. Ich lasse es dir über. Jezt
spricht er zu andern ganz gut von mir, und heüte abends tractirt er den Reginelli
zum Henkermahl und mich. Reginelli ist zum Prinz>en@ nacher Kiow darum, um
Urlaub zu nemmen. Es wurde ihm aber rotundé abgeschlag>en@, er heülte jammerte
aber so im Vorzimmer, daß der Cavalier aus jammer noch einmahl hinein gienge,
wo er auf den andern Dag fruhe bestellt wurde, und zum Handkuß gekommen. Er
hat anfangs vorgegeb>en@ um Audienz zu haben, er seye mit dem Milord richtig.
Es ist aber nicht wahr, er hat nichts schriftliches erhalt>en@ können, sondern
Morinson hat C>X@>.@ Unterdessen hat er durch seine Impudenz bey den jung>en@
2 Prinz>en@ von Wirttemberg audienz ganz frey genohm>en@, und hernach durch
die Milady Brown, und Comte Saint Ger>main@ so in Gnad>en@ gekommen, daß sie
ihm versproch>en@ franco mit zu nehmen, in Paris zu defrayr>en@, und wo sie kön-
nen aufzuführ>en@. Aus der Reis aber ist nichts word>en@ weil diese abgereist, weil
er zu Kiow war, aber der Prinz von Wal>es@ hat ihm ein Compl>iment@ mündlich
an die Wirtt>embergischen@ Pr>inzen@ aufgegeb>en@, welches er sich schon wird zu
Nuzen mach>en@. Mir ist leid weg>en@ den Jozzi. Mein Advocat tröstet noch im-
mer. Kraffort und May versprech>en@ mir auch ihr bestes zu thun, und versichern,
daß der Milord gewiß zahl>en@ wird, und wann sie das Geld hätten, wolt>en@ sie es
gleich darauf leih>en@. Der Prinzeß von W>ales@ weis auch schon vom Brief durch
die Peny Post, sie hat zum Monsieur Engel noch selb>en@ morgen gesagt, daß
die Milady es darum nicht thun würde, weil ihr alle über den Hals kämmen. Ich
erwarte auch Antwort durch die Madame Ritzan, die ihrs auch sag>en@ wird, und
alsdann will auch das neüe schreib>en@ lassen, daß ich reinen Mund halt>en@, daß
alle vereißt, und vieleicht bringe ichs zu weg>en@, daß die Prinzess>in@ mit ihr
davon spricht. Das ist alles auf was ich meine elende Hofnung gründe. Den Joli
habe ich auch angere>det@ der hat alles >nach@ Italien geschikt. Die Histori vom
Ven>e@t>ianischen@ Amb>asciadore@ ist alles erstunken und erlog>en@, wie ich mir
gleich eingebildet. Rede do>ch dem@ Impressari>o@ zu und stelle ihm recht betrüb-
lich unsre arme Kinder vor, Ihnen zu lieb soll er Uns helfen. Die Compag>nie ist@
angekommen. Beym Schola be¿nd>en@ sich 10 Person>en@, der Impress>ario@,
Laschi und seine Frau, welche 1ma Donna seyn wird, wann es nicht >X@>,@ ein
schöner Junger Castrat von 17 Jahren, von Lodi, der Nahmen ist mir ausgefall>en@.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur