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243Edition
der Briefe
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70 Blutgang gestorben wäre. 1 Goldene und silberne tabatier Uhr mit einem Ring 8 lb
x> 8 Sch>illing@ 2 Etuy eines von Gold 1 von Agath 5 lb 5 Sch>illing@ Eine golde-
ne Uhrkett>en@ 2 lb 10 Sch>illing@ Mein Degen 1 lb 12 Sch>illing@ Meine Uhr 2 lb
12 Sch>illing@ 5 rare Ducat>en@ und 3 alte thaller + Die Medailen stunden im Coffè
haus ohne intere>ss@e, es sind aber 8 Bottelien Wein von der Green mit bezahlet
worden, welche wir dort schuldig war>en@, welches 3 lb 3 Sch>illing@ zusamm mit
den Medalien ausmachet. + 2 lb 12 Sch>illing@ 6 S>ous@ Valor 23 lb 10 Sch>illing@
des Panbrokers interesse 1 lb 16 Sch>illing@. facit 25 lb. 6. Sch>illing@. 9 S>ous@
Der Grenn interesse für 2 Monath macht 14 Sch>illing@ summa 26 lb 9 Sous.
>S. 2@ Das Schif id est den Capitain weis ich nicht an was für einen Kaufman ihn
Herr Vogd addressiren werde, allein mache bey Signora >sic@ Porta Anstalt, daß
er um den Comander van Crecken, und die Lady Susanna sich umfrage, daß
wann das Unglück will, Gott seye davor, daß du ehender abreisen müstest, die
Sachen dir alsobald nachgeschicket werden. Mit nechster Post werde ich dir eine
genaue Verzeichniß von allem dem, was ich dir schicke, mittheilen. Ach Gott,
wenn du den Schmerz>en@ wüstest, so ich über diesen Verzug, und dir daraus
zu wachßend>en@ Schaden, Verdruß, Verhinderniß, Mangel /pp\ fühle, so würdest
\du/ viel mehr Mitleiden, als anders haben. Nun komme ich auf den rechten Wurm,
so mein Herz näget. Du schreibest, ich solle alsbald abreisen, oder ich würde dich
nicht mehr antreffen, und zu gleicher Zeit sarebbe una gran bestialità di perdere
sopra il biglietto di Milordo. Mit was solle ich dann reisen? rechne nur ein
wenig den Wechßel nach, den du mir geschickt, und die 2 Posten vom Hausherrn,
und Pfändern, so wirst du gleich ¿nden, ob ich mit dem überrest reisen könne,
nebst andern Comissionen. Auf mich habe ich keinen Sous gewendet. Hernach
wie kanst du so grausam seyn, u mir einen greülich>en@ Flohe in die Ohren zu
sezen, der mich unendlich martern wird, du hättest nemlich immer Kopfschmer-
zen, und du müstest dir auf andre Wege helffen. Weist du wohl, daß wenn ich zu
dir komme, daß ich ohnedem kein Aufhören ¿nden würde, und jezt reizest du
mich zum rasend werden, theils gleich bey dir zu seyn, theils aus billiger Furcht,
daß \du/ das nicht ins Werk sezest, was du schreibest. Dieses kommt mit deinen
vorigen schreiben nicht überein. Du schreibest von der Schiavona. o Dio Mich
hat der Paradis recht genötigt, daß ich 2 mahl dort gespeiset, und dort habe ich sie
in dem Parloire, wo wir gespeiset, gesehen, auch weder mit einer Hand nur ihre
Kleider berühret. Diese hat jezt Milords im Kopfe, ist von ihrer Mutter>,@ Paradis
und Baroni verwachet, und ich gedenke auf sie, wie auf den Kayser von Marocco,
und ich werde auch mit allem dem nicht mehr hingehen. Ich bitte dich um alles
in der Welt, schreibe mir nur etwas was du im scherzhaft>en@ Brief mir schreiben
wollen, es dienet mir zur unendlich>en@ Freüde und Vergnügen. Du schreibest recht
ohne Gewissen, es gienge mir nicht von Herzen was ich deinetwegen für ¿nesse
geschrieben, ach wann du wüstest, was ich deinetweg>en@ leide, würdest du mich
nicht so quälen. Im übrigen wenn ich allein, so kan ich \mich/ endlich wohl des
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur