Page - 282 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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282 Edition der Briefe
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70 seye nicht blöd, und bringe das Englische, und teütsche s>X@ mit guter Arth, selbst
auf die Bahn, du wirst aber hier >unfehl@bahr deinen grossen coup mach>en@,
und es wird dir zum Bene¿ce helffen>.@ >S. 2@ Die affaire zu Wien habe ich dir
jederzeit heimgestellet, und lasse dich thun was du wilst. Das weiß ich zwar vor-
hinaus, daß sie 500 Duc>a@t>en@ nicht geb>en@ werden. Sie hat mir das erste-
mahl vom Herbst an, und nicht vor einen ganzen Jahr Meldung gethan, wie
du aus den Brieff>en@ in Coffre seh>en@ wirst. Es wird hierin gescheh>en@, was
Gott will. Die Prägerische Impresa von Loc>atell@i hat mich sehr gewundert.
Weg>en@ den Hager sein>en@ >X@ und andern Comission>en@ werde ich thun was,
wann, und wie ich werde können. Ich bitte mich Signor Mingotti, ihm und
Herrn Gluck schöns>ten@s zu empfehl>en@, auch anderen gutt>en@ Freünden.
Was du wegen der Milady schreibest ist ohnedem unterblieb>en@, und wirst
alles aus nachfolgenden Brieffen vernohmen haben. Es ist mir leyd, daß du dich
mit schreib>en@ so plag>en@ must, allein wann du es schon thust, so möchte
ich daß die Punct>en@ von meinen Brieffen beantwortetest der>en@ eine grosse
Menge in bev>or@ geblieb>en@>.@ Z>um@ E>xempel@ wegen der Pompeati und der
Lambert, Pantomimi, und Papiernen Spalier ob er sie gleich braucht pp>,@ weg>en@
den Portrait dissimulirst du auch alles, und was ich sonst in dieser materie
\ge/schrieb>en@ wilst du nicht einmahl mit Gedanken und Ideen \mich/ soula-
gir>en@. Komme ich nur einmahl zu >dir es@ soll einen Arsch voll sezen. Deine
Ankunft ohne meiner must du an diesen Hoffe Hof erstlich mit meiner Krank-
heit dann mit dem interesse so ich hier zu besorgen >und@ wo du dich auf die
Zeignis des Baron von Solenthals bezieh>en@ must, weil sie sonst nicht glau-
ben würd>en@ daß man in Engeland nicht zah>let, excus@iren, anbey suche durch
ein gutes Exterieur deine gute Aufführung zu bestättig>en@. Alles was deinen
NB Feinden, die sich dess>en@ am ersten Dag \an/ einen so punctuel>en@ Hof
werden zu nuzen machen wollen>,@ kan Anlaß zu einem Argwohn muß man
ohne andere >X@ Ausrede meiden. Eine Magd, es kostet was es wolle, must du
unumgänglich hab>en@, und in deinem Zimer schlaffen lassen. Wann du aus-
gehest in andre Compagnie siehe zu, daß du jederzeit mit einer Frau bist, besser
wäre es deines interesse auch reputation weg>en@, wenn es jemand von Hof wäre,
mit der>en@ einer du Beckantschaft zu machen such>en@ soll>st@, als >X@>,@ wie-
wohl die Freündschaft von der Pompeati ist just nicht uneben. Die Welsche
>con@duites und Ausreden>,@ mit welchen sie >ihren@ freyen Umgang beschö-
nen>,@ ¿nden in diesen Ländern keinen >Staa@t. Nimme mir nicht übel, daß ich
frey schreibe, gleich wie du es in dein>em@ Zweit>en@ gethan, und was du mir von
der Ruhe schreibst, und meinen kummer, will ich auch betrachten, >S. 3@ dir aber
auch vorstellen, daß du die Gewohnheit auch lassen must, von allen Sachen, die
auch nicht zu aendern, in allen und jeden mir meistentheils die Schuld zu geben,
ob ich gleich unschuldig, oder nicht helfen kan, od>er@ auch: Ich bin ungeduldig,
weil mir dieser, od>er@ jene dieses gethan. Man läßt den Zorn \eher/ mit allen
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur