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302 Edition der Briefe
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90 crin, prigione beata dތun alma legata, bin gherne ghefanghen, o caro bambin.
4.
o dolce ferita, o piaga gradita, cupido du hast mic>h@ annemlich plessirt, o cara
amata, prigione stimata, du hast mich in libliche Dinstbarkeit ghe¿rt, te sempre
servi per te voglio morire, ich swer bai dem boghen gheÀigheltes Kind, addesso mi
sento, nel core contento, nun leb ich fergnighet, kein Scmerzen emp¿nd.
5.
main hoffnung, main leben, dir bin ich ergheben, tu sei lތalma mia, mia vitta,
mio cor, dain ainzigs beghinn>e@n hoff ich zu ghewinn>en@, du bla ich blaibe
dain phebus und du main Auror, col core nel petto con mano prometto, ich scwer
bai dem boghen mit Mund und mit hand, auch mit herz dir fersprich, dich ewig
zu liben, dich nicht zu betriben, zu willen tun was ich den aughen ansich>.@
>S. 4@
>Der@ Impres>ario@ sagt daß zu coppenh>agen@ alle galanterie sach>en@ >weiß@ gott
wohlfeil sind, überdieses zahl>en@ sie eine entsezliche somma togana perché è
assoluto contrabando, pur troppo devi pagare per l’abito, gli ¿ori, pp. ho lasciato
la poliza a hamb>urgo@ ma bisogna pagare altre 2 thaleri per l’accis>a@ o dio, non
si ha ancora nessun avviso di questa nave.
VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2840, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei-
ten Beschädigung durch Siegelöffnung und an den Faltkanten.
THEMENKOMMENTAR:
Marianne vermutet hinter der von Franz geäußerten Sorge um ihre eheliche Treue
Bedenken, eine frühere Affäre mit Pietro Mingotti , die auch in den Briefen Giu-
seppe Jozzis Thema ist, könne wieder auÀeben. Marianne versichert, dass sie nur
aus Not in die Truppe zurückgekehrt sei und dass sich die Zeiten geändert hätten.
Gleichwohl fürchtet sie Gerede, wenn sich Mingotti zu sehr für sie einsetzt und
ihr prominente Partien verschafft.
BeruÀich erhofft Marianne sich, Francesca Cuzzoni in Stuttgart zu deren
Gehalt und Konditionen nachfolgen zu können. Zugleich spekuliert sie auf ein
Engagement in Wien, dass sie aber während der Fastenzeit binden würde. Zeit-
gleich versucht man in Hamburg, wegen einer Absage Mingottis , der sich in
Holland bessere Geschäfte erhofft, auf eigene Faust Oper zu spielen und dafür
Marianne zu verpÀichten. Bemerkenswert ist, dass Marianne alle diese ganz ver-
schiedenen Optionen gegeneinander abwägt und ausgerechnet das Wiener Engage-
ment als das am wenigsten lukrative bezeichnet.
In seinem Brief vom 22. Oktober 1748 (58) schreibt Franz an Marianne, dass
ihn Miss Ash wegen des Arientexts „Voi miei pensieri“ plage. Diesen legt Mari-
anne dem Schreiben bei. Der Verfasser des Textes ist unbekannt.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur