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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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Page - 386 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2

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386 Edition der Briefe 35 40 45 50 55 60 65 70 so, weil die Menge von hier dorthin abgehe, nun war es zu spät, weil ich erst von der Stadt gekommen, so könte ich mich nicht weit mehr entfernen. ich habe so, obwohl>en@ ich noch sehr schwach war, bis 2 Uhr morgens mit Packen zugebracht. Es thut mir sehr leid. Nimmt der Baron Solenthal die Ketten an, so soll es am kauf- fen nicht fehlen, so bald Geld kommet. Wegen der Galli wird es keine Noth haben, denn die Dänzerin kommt nicht mehr zum Wytch, sagt mir sein Cammerdiener, noch viel weniger die Galli. Du must dich verschrieben haben von Hamburg aus anstatt confusa, Scherza, es hat mich selbst gewundert. Wegen der Krankheit des Gluks darfst du dich gar nicht sorgen, was >S. 2@ >d@u mir hierüber geschrieben, hat niemand erfahren, und darfst überhaupt glauben, daß ich mit wenigen, auch das wenig, und dieses mit grossen Bedacht, spreche. Der Pompeati halber, wird seine partialità nicht viel helffen, denn was du mir von ihr schreibest, und Abacco, und Giaccomazzi sagen, so ist ihr singen gar nicht gefärlich, + weil es nur + grillen- mässig, in dem kommen alle überein, ausser daß du sie der Holzbaurin verglichen, welche eben auch grillirt. Wegen den Philip wird mir Gott helffen wie in andern Sach>en@, denn was du mir schreibst, daß ich thun solle, ist schon längst geschehen, es kommt nur darauf an, ob er warten will. Pfui der Schand, daß der gute Gluck sich durch das interesse so verderben läßt. Weg>en@ Holand habe schon in meinen vorigen geschrieben, daß die Ruhe nicht allerdings hergestellet, daß sie dorten alle thun, als wenn sie erhungern >sic@ wolten des Krigs und andern grossen Unkösten wegen, und weil das Publique   rariu>m@ völig leer, welches auch wahr, sie wissen auch nicht wie sie die Russen und andre Hilfsvölcker zahlen, das vorige Gover- no hat so erbärmlich gestohlen, nunmehr ist es aber fast ganz abgesezt. Dieses sind freilich keine gar zu gutte Aspecten für eine Opera bevoraus bey so geizigen Volck. Jedoch sind viele Freunde in Haag, so kein Divertissement haben der Hoff ist das schlimste, daß er gleichfalls so karg seyn solle, von seiner Anherokunft aber ist es ganz still. Ich habe es auch immer für eine unmögliche Sache angesehen. Wegen Dennemark der Franz>ösischen@ und dän>ischen@ Comœdie habe ich es nur gar zu sehr errathen, und vorhinein gesagt. Ich werfe die Hol>ländische@ impresa nicht über das Dach hinaus, allein ich ¿nde halter meine Schwürigkeiten dabey. Mit einem Wort die Fremden Gesandt>en@, und andere werden das beste bey der Sache thun müssen. Jozzi hat mir geschrieben, und hoffet jezt goldene Berge \in Paris/, und was mich freüet hat er den Reginelli bey den Prinz>en@ von Wirtt>em- berg@ ausgestoch>en@, bey seinen Hofmeister, und Abbate Fabris, des erstern seiner schlechten conduite wegen sind sie alle seiner satt word>en@. Der Dauphinesse hat er was wenigs, dem Dauphin aber gar nicht gefallen, jedoch 20 Subscribent>en@ zu seinen Arien aufgetrieb>en@. Vom Hof aber kein Regal bekommen noch wieder zum sing>en@ komm>en@ ob er sich gleich 14 Däge in Fontaineblau aufgehalten. Alles dieses con¿rmiret die Giacomazzi. Diese sagt sie seye allein aus Vertrauen auf mich hieher gekommen, so gutte Description hat ihr Jozzi von mir gemacht. Sie solle sich nemlich ganz allein von mir reguliren lassen, und wenn ich sage
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
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