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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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Page - 387 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2

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387Edition der Briefe 75 80 85 90 95 100 105 110 ja, ja pp>.@ In der That habe ich ihr schon treÀich gute Rathschläge gegeben, wie du hernach hören wirst. Ich komme aber selten zu ihr, und frage allzeit, ob Leüte bey ihr, damit man mich nicht bey ihr sehe. Sie gasconirt grausam, in specie ihre Armuth zu bedecken, a me, der ich in dieser Krankheit pp Ihre Kinder sind \schön/ wie Engel \sag>en@ sie/. Sie giebt sich überall für verheirathet mit einen grossen Herrn aus. Das gröste Kind ist 9 Jahr alt, kan weder lesen noch nichts, sie hat sie in Padua. Allein schöne sind sie, das ist ihre consolation. Unterdessen hat sie die Menge Höffe abgebrennet. >S. 3@ Sie lüget aber verdeüfelt in puncto der regalien. Sie läst sich dir schönstens empfehl>en@ und glück winsch>en@ zu dein>en@ Pro- gressen, in specie das was ich ihr von der Königin gesagt. Von unsern Kindern hat sie mir die Menge erfreüliches erzehlet, in specie daß sie bevor die grosse das welsche nicht vergessen, auch gut Französisch red>en@, groß word>en@, die grosse spiele und singe gut, allein schön sind sie nicht \wie ihre/, aber wohl gratios. Die kleine will der grossen zu troz spielen, und wenn sie nicht recht fortkommet, so aergert sie sich. Das seye lächerlich. Sie rühmet auch die HöÀigkeit>en@ von un- sern Eltern, so sie empfang>en@, aber man merket daß ihr dergleich>en@ Dinge hart ankommen. Dort wo sie weis, daß wir andre relationes hab>en@ können, nimmt sie sich in acht. Den Psalm sollst du bekommen, denn ich habe das Buch selbst noch im Haus. Dem Kirchhoff habe heüte durch den Courier Caironi, der sich dir emp- fehl>en@ läst, geschrieb>en@, und befohl>en@, er solle den Borosini exequiren, nicht als wenn er frische Ordre erhalt>en@, sondern vermög seiner habend>en@ Comissi- on, und weil d>er@ termin expirirt. Von allen andern solle er keine Notiz nemmen. Dieses wird vieleicht den Contr act noch mehr poussir>en@. Die Giacomazzi sagt sie hätte von Selliers 600 Duc>a@t>en@ gehabt, wie die Aschieri, aber der Deüfel glaube ihr allezeit. Der Deüfel führet den Holderness als Englisch>en@ Gesandten nach Den Haag. Vaneschi thut groß, meublirt sich wohl, kauft Papageyen pp. Graf Haßlang hat neülich der Frasi, Seiz ein Soupè gegeb>en@ am heil>igen@ Abend, und der Castrat hat gesungen in der Kirch>en@. Herr Palma der Spizbub hat meiner vergessen, aber so bald ich ihm zu seh>en@ bekomme. Der Secretaire hat ihn darauf erinneret. Ich werde es bey den graff>en@ selb>st pr@esentiren. Die Buf¿, nemlich die 3, so ich leztens geschrieb>en@, waren seit de>m wie@der beym Prinz>en@, und bey der Milady Midlesex, und Baroni hat selben Abend sein>X@et mit all>en@ 2 Vi- olins in der Gutsche gelassen, und bishero hält man sie für ver>lohre@n. Die gröste Neüigkeit ist, daß unter der Buffo compagnie id est Vaneschi, Joli, Lakmann, con- tra Crossa eine greüliche confusion, und heüte war keine Opera. Sie gaben zwar vor, es wäre jemand krank, aber es ist publiqs, und Campioni ist disgousiret und piquiret mit ihn>en@ und will \davon pro¿tiren, und/ in kleinen theater contra Ope- ra mach>en@. Giaccomazzi 1ma Donna, 2da Frasi. 1 uomo Galli, ein Englisch>er@ Tenor, und lezt>en@ Part. Ich war eb>en@ dort>en@ als sie kammen, und die Propo- sition macht>en@, mir war es gar nicht lieb, denn sie hab>en@ uns auch überfall>en@ und haben geglaubt verstohlen zu kommen. Die Giacomazzi hat mich Um Gottes
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
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