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65 assignation macht, hast du hernach dießes>,@ so kanst du solches jemand in procura
lassen, und wegreißen. allein da muß sich jemand gescheider oder Ministre darein
legen sonst richtest du nichts auß, gehe doch zum Herrn von Reks und conseltire
Saint germain. wann ich dir auch nichts schreibe so inventire Complimentes,
Handküße und 1000 obligation>en@ von mir an alle meine patronen, ich habe
ja andere sachen, alß mit dießen ceremonien das papier anzuschreib>en@. es
bringt uns dieße schuld von Milord in das gröste verderben, dann du kanst nicht
glaub>en@ wie viel mir das prò in Ittalien kostet. Ich habe dir letzhin geschrieb>en@
von einer tombachenen uhr wann sie auch nur von Waschborn ist aber daß sie
gut geht, und nicht gearbeitet sondern ganz glat. Dieße muß eine schöne steinern
Ketten haben, indeßen bestelle 2: Sigilli legati in aria in cinsisbech, sie kön>en@
von carmiol oder anderen stein seyn wie mann sie in Engelland macht, eines nuß
muß ein wappen seyn und das andere ein verzogener nahme welche bede ich dir
auf ein apartes papier zeignen werde, dieße bestelle indeßen, dann du must sie
ohne Zweifel mit bringen, versaume nicht diejenig>en@ Comissionen so ich dir
schreibe zu bestell>en@, wann sie Zeit brauchen, absonderlich solche bagatellien,
wann du sie auch nach und nach kanst anschaffen so ist es gut, sie eßen ja kein
Brod biß zu deiner abreiße, ich hoffe du wirst eine lista gemacht haben, schreibe
also alles darauf, und lösche es nach und nach auß>,@ was du davon verrichtet,
lege alles in einen Kasten, und sorge nicht, wir werden schon unsern pro¿t daran
machen, dann ich versichere daß die generosität bey mir völlig verbannet ist, und
daß ich von einer Ellen Band meinen pro¿t haben will. Den sack habe ich so weit
angebracht, es hat solchen die becharoni genommen vor 36: ducaten, obschon sie
mir solchen \noch/ nicht >S. 3@ bezahlt hat, so ist es jedoch beßer als wan ich ihm
abgeschmuzt hätte, ich will gerne auf das gelt wartten, NB: thue mir ja den torto
nicht an, daß ich um dasselbe schöne irrländer Zeugl komme welches wir bede
gesehen, ich hofe du wirst es noch wißen wo es ist und daß es das schöne weiß
und blaue ist, es kan ja so viel nicht kost>en@ so thue mir alßo die freude und kaufe
es gleich erinnere dich daß es nicht glat gestreift ist sondern Mossirt oder geblumt
gestreift, ich könte dir es in ewigkeit nicht verzeihen, wann ich es nicht mehr
bekäme es muß zu einen ganzen anterjeng seyn, ohne frissirung aber etwa eine
jahrt mehr wegen den schwizen, lieber pirker kauffe es gleich wann es möglich
dann ich habe keine Ruhe. indeßen schreibe auf deine liste daß du mitbring>en@
must, hell violet oder schön dunkel blaue farben Zeug auf die art wie du mir von
Engelland geschickt. item eine>n@ andern mit breiten \blauen/ seidenen streifen
wann auch der Boden nicht ganz weiß ist, du bist von guten gusto alßo verlaße
mich auf dich, jedes muß 23: Englische Jahrt seyn wann es breit, ist es vom
schmählsten, so nimm um eine Jahrt mehr schreib mir was es kostet, und laße mich
sorge>n@ auf jede Ellen ein baar schilling pro¿t zu machen, in summa ich hab
mir in Kopf gesetzt daß unsere nach hauß reiße nichts kosten soll und es soll>en@
mir solche die Comissionen zahlen. Hier werd>en@ wir nach ostern noch ein baar
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur