Page - 446 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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446 Edition der Briefe
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110 nicht einmahl, daß einer gewest seye. Verwichenen Samstag war eines der aller-
vollesten Häusern in der Opera, 5 od>er@ 6 solche könten Hofnung zur Bezahlung
machen. Vaneschi giebt mir zwar immer gute Hofnung. Das Project wegen den
dasigen Hof, daß er sich um deine Bezahlung annemmen solle, wird wohl nicht
angeh>en@, so viel mir Herr von Zehner, den ich darüber consultiret, gesagt hat,
dessentweg>en@ habe ich auch das Memorial nicht geschickt, wohl aber werde
ich mit nechster Post den Psalm schicken. Du schreibst immer der Mingotti wird
diesen Winter nacher Holland gehen. Man siehet wohl, daß du aus Nord>en@
schreibest, weil du den Winter so weit hinaus verstehe dehnest. Ich kan nicht
begreifen, warum der liebe Papa die Ringe nicht ausgelöset, es wäre ja eben das-
selbe gewest, indem er die alte su selbe summa und noch viel mehr darauf würde
bekommen haben. Der Philip den wir grüssen lassen, solle doch dem Knörsch
seinen Hausherrn zuschreib>en@, und ihm wenigst>en@ >einen@ termin sezen, da-
mit er nicht an seine Leüte und Schwester nacher Zweybr>ücken sch@reiben wo-
von ich ihn leztens abgehalten, und mir versproch>en@, er wolle n>och@ >auf@
diesen Brief wart>en@ auf mein Wort so ich gegeb>en@, daß ich ihm destwegen
zureden >wer@de. Sonst bin ich glüklich hier, wie die Hunde in der Kirche. Der
hundsfüt>tische@ Handel hat mir und etlich>en@ andern das Maul gemacht, und
leztlich gesagt, er seye so überhäuft, daß er etliche auslassen müste. Baroni hat
sich gleichwohl eingedrung>en@. Er zahlt aber sehr schlecht id e>st@ wenig, und
Gott weis, was und was für ein>en@ Plaz er mir gegeben hätte. Viele hausen über
ihn. Die Milady macht mir auch das Maul, und es kommt zu kein>em@ Effect. So-
gar der canalieuse Palma hat mich \angeführt, und/ in sein Concert schon längstens
bestellt, zu gleich aber den Bitti, Agos, Scarparelli, und ein>en@ andern Engel-
länder, die alle unter meiner gesessen, jezt aber sol hätte ich allen diesen weich>en@
sollen. Jozzi rächet mich aber, und gehet ihm nicht. Er sagt mir immer, daß er
aus VerzweiÀung weggereiset, und wenn man ihm nur gesagt hätte, er solle
noch eine Woche probir>en@, ob sie ohne Àagelli ablauffen würde, so wäre er ge-
glieben >sic@, dazu hätte man sich aber niemahl>en@ verstehen wollen od>er@
überwinden können. Seine gröste Klage ist, daß man ihm nicht geglaubt, das
schmerzet ihn so. Die glückliche Entbindung S>eine@r M>ajestät@ mit einem
Prinz>en@, wird dir hofentlich auch zu gut>en@ kommen >Zusatz von Giuseppe
Jozzi:@ | ah quantunque sono affatto es>c@luso da suoi pensieri, prendo la libertà
di rassegnarmi aff>ezzionatissi@mo amico e se il Signor Scalabrini mi accorderà la
somma di 600 ongari, viaggi ed alloggio il negozio sarà fatto, ma il secondo viaggio
bisogna che mi rimetta qui a Londra. addio stimatis>si@ma Signora Marianna il
suo consorte mi fa disperare con la sua ¿loso¿a, e libbri, e tutte le mattine litichia-
mo, ed è l’istessa cosa come quando Lei era qui. | aff>ezionatissi@mo Consorte
Pirker
>Nachschrift S. 2/3 oben:@ Mein Kaufman hat mir eine Adresse an einen dortige
Wechßelherrn Messieurs Fabritius et Weber in Coppenhagen gegeben, diese sollen
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur