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447Edition
der Briefe
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120 sehr dienstfertig seyn, und in ein od>er@ andern Fall köntest du dich dessen wohl
bedienen, bevor, wenn du dort in Diensten giengest, od>er@ noch singen mit den
andern woltest.
>Nachschrift S. 2 links:@ Monsieur Gluck mein Compliment. Er solle mich mit der
Uhr nicht stecken lassen, den hier railirt man nicht in derley fällen, und Titta hat
es 3 Guinée gekostet, weil er eine Uhr, die der Uhrmacher NB nicht zur recht>en@
Zeit fertig gemacht, nicht genohmen.
VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2839, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei-
ten, 1 Zusatz von Giuseppe Jozzi Beschädigung durch Siegelöffnung.
THEMENKOMMENTAR:
Franz Pirkers beständige Furcht, vertrauliche Inhalte seiner Briefe könnten an
die falschen Adressaten gelangen, hatte wohl in Mariannes Bericht über ihre von
Darbes abgefangenen Schreiben (s. Brief 90) neue Nahrung erhalten. Entspre-
chend kryptisch sind seine Andeutungen, mit denen er die Nennung konkreter
Namen vermeiden will. Er verbindet sie mit einer gleich eingangs platzierten
Ermahnung an seine Frau, den Brief vor fremden Augen zu schützen. Deshalb
sind nicht alle der in Umschreibung genannten Personen sogleich eindeutig
zu identi¿zieren. Ferner versucht Franz Mariannes in Brief 90 festgehaltene
Bedenken und Zweifel hinsichtlich ihrer weiteren beruÀichen Entscheidungen
zu zerstreuen, beispielsweise mit dem Hinweis, ein festes Engagement am Hof zu
Kopenhagen müsse nicht unbedingt eine dauerhafte Trennung von ihren Kindern
mit sich bringen.
Paolo Scalabrini , der als Hofkapellmeister in Kopenhagen eine eigene Opern-
truppe aufbauen wollte, bot Jozzi 600 Ongari plus Reise und Unterkunft an, ein
Angebot, dass in den nachfolgenden Briefen in Zusammenhang mit durch die
Pirkers initiierten Vertragsverhandlungen mit Mingotti zu heftigen Meinungs-
verschiedenheiten führen sollte.
Die Hoffnung, endlich vom Earl of Middlesex bezahlt zu werden, blieb wei-
ter unerfüllt. Eine von Georg Friedrich Händel in Aussicht gestellte Mitwirkung
des Geigers bei der Aufführung eines Oratoriums fand ebenfalls nicht statt.
EINZELSTELLENKOMMENTAR:
> Madame la cousine:@ Franz meint hier Marianne, s. Brief vom 11. März
1749 (114).
> Proverb>ia@ 73:@ Ironische Anspielung auf die Sprüche Salomonis.
> Just heüte sind es 21 Däge, daß ich den vorlezten, und 17, daß ich den
kleinen lezten erhalten:@ Bei dem letzten nachgewiesenen Brief könnte es sich
um Nr. 90 handeln, einen undatierten Brief von Anfang Januar 1749 (s. dazu
auch Brief vom 31. Januar 1749, 102). Die Rechnung geht aber nicht auf, es sei
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur