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der Briefe
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40 mir vor Brif, legt sie doch recht zu samm>en@ und nicht übergeschlagen noch das
Bittschaft auf einer seite, dann ich zerreiße sie alle im aufmach>en@. NB: vergieß
ja nicht daß der Jozzi auch unter den nahmen so ich dir geschikt schreibt aber
NB NB NB: kein anderes Bittschaft als das seinige mit denen 3. ¿guren, sonst
bricht er >X@ >a@uf. wir hatt>en@ Hofnung noch >S. 2@ in der fasten der Königin
diejenig>en@ opern zu spiehlen, welche sie nicht gesehen, allein es geht nicht an,
werden wir also nach ostern ein baar wochen hier bleib>en@, zu mein>em@ verdruß
weg>en@ des stuttg>arter@ Hof, und damit mir der lange spizbub nicht vorkommt.
um gottes will>en@ gedenk auf mittel daß du bezahlt wirst. adieu ich muß schlie-
ßen, halte dich mit dein>em@ schlafgesellen wohl und nemmt ja nicht d>en@ 3:t>en@
zu euch, ich küße dich 1000 mal und ersterbe deine getreue marianna biß im todt
adieu.
VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2840, 1 Einzelblatt, 2 beschriebene Sei-
ten Beschädigung durch Siegelöffnung und an den Faltkanten.
THEMENKOMMENTAR:
Wie schon im vorherigen Brief angedeutet, sah Marianne in Giuseppe Jozzis
möglicher Aufnahme in das Kopenhagener Ensemble eine Gefahr für ihr eigenes
Engagement, weil sie damit überÀüssig geworden wäre. Angesichts der noch nicht
geklärten Lage hinsichtlich eines Stuttgarter Engagements wollte sie sich offen-
bar alle Optionen offen halten. Das Spielverbot für die Fastenzeit betraf auch
Christoph Willibald Glucks Serenata La contesa dei numi.
EINZELSTELLENKOMMENTAR:
> auf deinen letzten Brif:@ Brief vom 18. Februar 1749, 108.
> phillip:@ Philipp, Diener der Pirkers (Dienstleister des Alltags ).
> 6: ghinee:@ Guinea (Währungen ).
> den Kerl hätte eine Quittung:@ Marianne hatte Philipp Geld ausgezahlt,
das die Pirkers ihm noch aus Londoner Tagen schuldig waren, ihm bei dieser Ge-
legenheit aber schon seine Mietschulden abgezogen, die Franz für ihn in London
begleichen sollte.
> der Àegel die Rosa costa aufgenomm>en@ hat:@ Der Kapellmeister Paolo
Scalabrini hatte die Sängerin Rosa Costa nach Kopenhagen engagiert.
> die oberhofmeisterin:@ Christiane Henriette von Schleinitz, verh. Juel .
> der Königin:@ Louisa von Dänemark .
> der spitzbub:@ Paolo Scalabrini , Kapellmeister.
> der tarbes:@ Francesco Darbes , Geiger.
> struppo buso:@ Notbehelf, Lückenbüßer.
> lapis:@ Sante Lapis , Impresario.
> wegen der arien:@ Marianne hatte per Brief vom 25. Oktober 1748 (60) um
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur