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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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502 Edition der Briefe Brief ௘ Nr. 122 Marianne Pirker aus Kopenhagen an Franz Pirker [in London], 29. März [1749] >ohne Adressierung@ >S. 4 oben Franz Pirker:@ | No 20 | Cop>penhagen@ 29. Marz>o@ Allerliebster pirker. Auch heute bin ich ohne deinen schreiben, hierbey schicke ich dir die verlangte liste, und zwar so lang ich in copp>enhagen@ bin, wann deine Briefe datirt waren kan ich nicht suchen, sondern nur wann ich solche empfangen, und wann ich geschrieben ich habe heute nichts sonderliches sondern um nicht auß der corris- pondenz zu kommen, du kanst auf erhalt dießes noch zwey posttäge hieher schreiben, alsdann nacher Hamburg, sowohl die hießigen, als die Hamburger im- mer unter meiner Adresse, dann ich sehe daß dir der Herr Jozzi den ring nicht immerzu giebet, wann er herum ludert, alßo unterlaße dießes, dann ich habe schon andere anstalten gemacht, auf die Briefe nach Hamburg seze chez Rezzani, und nicht an den porta, dann es heist er würde nicht lange zu Hamburg bleiben, indem der arme teufel ein unglück gehabt, mann weiß aber noch nicht was es eigentlich ist. ich kan auß deinem schreiben nicht klug werden, du sagst daß du die sachen alle nach Hamburg bringen wilst, Ey was wilst du dann zu Hamburg machen? ich reiß ja nur durch und adiritura zu denen Eltern, müßen wir alßo den 3:t>en@ ort auß suchen wo wir zusammen kommen, um die reiße fort zu sezen, der Ming>otti@ wird in Holland gehen, um seine sachen selbsten zu untersuchen, und zwar um mich den winter über schadloß zu halten, allenfalls ich nicht bey Hof aufgenom- men würde, er hat auch den lapis nimmermehr geschrieben, freylich wird er dort auch keine schäze einsamlen, mithin den Jozzi nicht geben können, was er etwa verlangen würde, allein du wirst sehen daß sich der Jozzi hier engagirt, dann er hat den Scalabr>ini@ zu wenig gefodert, indem die Reiße sehr weit ist, sovern er aber die reiß, Kost, und 600: ducaten netto gefordert hat, so hat er recht gethan, dann es ist hier so theuer und noch mehr als in Hamburg, und gehen die ducaten weg als wie stroh ich habe den Jozzi niemals wollen abreden, dann er würde geglaubt haben, ich thäte es auß jalousie weil er in meine stelle kommt, jedoch thut mir leyd daß er keine caution gefodert, dann geht es im teatro schlecht, so wird keiner bezahlt dann er hat keinen Heller. >S. 2@ Den Haß so der Scalabrini hat, ist dießer daß wir im anfang ehe es noch gewiß war daß er die Impresa hatte, alle einhellig gelacht und gesagt wer dießer Narr seyn würde unter einen Impress>ario@ zu bleib>en@ welcher nichts zu zahlen hätte, dießes hat im so choquirt daß er von des Ming>otti@ leut>en@ gar keinen genomm>en@ hätte, wann es mit der Masi nicht 5 10 15 20 25 30
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
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