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512 Edition der Briefe
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110 ma che non manchi un soldo, che non disperi e che non si abilisca sul le lusinghe
di simili baroni. vom papa habe ich alle posttäg Brife e>r@ treibt mich stark an,
und so bald ich hier geendiget gehe ich gerat nach Hauß, hast du gelt so können
wir zu Cöln zusamm kommen. es ist natürlich daß mann von stein keine Ketten
macht sondern von Stahl. alles das was du schicken kanst, schicke sogleich nacher
Hamburg, du bekomst sogleich das geld, und ich schlage auf alles auf, sorge nicht
vor 5. dosen habe ich 27. ducat>en@ bekommen>,@ habe alßo noch eine übrig. Das
übrige habe ich darauf gelegt und dir das letzte geld geschickt, die Kett>en@
welche ich nicht mehr brauche, könte ich gut anbring>en@, deine und nicht meine
Nachläßigkeit aber schreibt mir nicht was sie kostet, es ist solche recht magni¿que,
die dosen: 6: haben uns alle nur 9: ghinee gekostet, habe solche alßo fast ver-
dopelt, wann du aber die sach>en@ nicht sogleich mit den nächsten schif schickest,
so ist es zu spät, aber vergieß den preiß nicht, und wie viel Ell>en@ pp oder Jahrt.
ich w>er@de es schon eintheilen. Die strümpfbänd>er@ solst du haben. Finis auf
d>en@ Brif von 25. Feb>ruar@ sorgt dan der Jozzi daß du ihm ein wechßel Brif
verfälscht daß er dir in so langer Zeit sein pitschaft nicht verdraut, wann er auß
wahre? nun ist es nicht mehr nöthig. in falls der Ming>otti@ sogleich in Holland
geht, so könte er sich alßdann mit den Joz>zi@ vereinig>en@ und nach Brüßel ge-
hen, basta daß wir gewiß erfahren können ob das privilegium der pantomim wahr
oder nicht. Finis auf d>en@ von 14. Marzo. Ich hofe den Ming>otti@ zu bered>en@
daß er gleich in Holland geht allein er kan es stündlich nicht wißen. sorge nicht
wir hab>en@ die 2: spizbub>en@ genugsamm außgesprengt, allein derHof melirt
sich nicht in dieße sache, es ist alles durch memorialien geschehen waß du von
Copp>enhagen@ wegen des mingotti schreibst, allein es ist zu spät, der canaglie hat
schon das wort, weil er in Dienst>en@ ist, und das gelt nicht auß den land trägt. Die
accidenzien bey euren concert sind gute anzeig>en@, daß wir nemlich lustig seyn
werden. D>en@ 14 und 16, suppirte ich auß, aber den 15t>en@ spiehlte ich bey der
turcotti quatrille>.@ es sind alles >S. 4@ gute anzeig>en@ außgenomm>en@ die arme
Mi schmerzet mich sehr, es wäre beßer geweßen du hättest mir solches nicht
geschrieb>en@. ich habe 2. Hunde, einer ein weißer dänischer Windhund, und ein
Muferl, welchen letztern ich sehr liebe, aber jedoch werde zurk >sic@ laßen, um
nicht 2. mit auf der reiß zu schleppen. adieu ich küße dich in gedancken lebe wohl
und habe nur du vernunft, dann ich weiß schon meine schuldigkeit, ich bin dis-
gustirt daß du mir das schreib>en@ vorrukst, da ich mich wie ein>en@ Hund plage.
adieu.
ich habe des Scal>abrini@ Briefe überschickt. Die turcotti will erst alle Höfe
durchreiß>en@, und in Ittalien gehen, und nicht mehr recitir>en@, die sach>en@ in
Ittalien kost>en@ feyl>ich@ >sic@ viel, gott erleuchte den Milord so löße ich sie
gleich auß, schreib mir doch ein mal unsere schuld>en@ in Engelland. antworte
nach Hamburg.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur