Page - 516 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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516 Edition der Briefe
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70 gleiches dessein mit dir hat, und daß ihr Mann vieleicht diese Impresa unter-
nehmen will, stehe also wohl auf deiner Huth daß Uns wenigsten dieser Streich
nicht mißlinge. Wegen der Canzonetta von Palma will ich seh[en], so bald es
möglich, solches zu thun, obwohl aus 3 grossen Ursach[en] Feinde [sic]. Ich bin
unendlich charmirt, daß der Engl[ische] Zeüg gefalle, vor allen aber, wenn er
deine approbation hat. [S. 2] Die übrige Comissiones werde ich mir bestens an-
gelegen seyn lassen. Ich komme aber auch mit Comissionen angezogen. 1mo. Siehe
zu einen schönen dänischen Hund zu bekommen für dich. 2do Dänische Händ-
schuhe für dich, und wenn keine Mannshandschuhe zu haben so lasse expressè
einige machen für des Jozzi seine Hände. Sie müssen rechte zimliche Grösse
machen haben. Ich will daß er mit Gewalt mit solchen Handschuhen schlaffe. Ich
meine es im völligen Ernst, vergesse es ja nicht. Es ist kein Spaß. Am Josephi
Dag hat der La Brosse und Renard /: der sich dir mit vielem Respect empfehlen
läßt, und mich sehr darum gebetten, auch sehr über das Wort fedele erfreüet war :/
Signor Jozzi ein schönes Bouquet gebracht, weil wir noch im Bette war[en], und
dieses hat unsere Schmerzen erneüeret, daß wir von dir nichts empfang[en], aber
desto grösser war nachmahls unsre Freüde deinen Glückswunsch zu erhalten.
Caironi hat mir Nachricht gebracht daß der Kirchhoff in Wien die affaire wieder
den Borosini poussire so viel es möglich, und daß er ehestens Geld hoffe. Jezt
kome auf den Chevalier Wich. Ich habe ihm den Brief eingehändigt, seine Ant-
wort hie war: che oggi non abbia tempo a rispondere ma che parte già abbia
fatto distinttamente nelle \nella/ sua ultima mandata per mezzo del Inviato Inglese
Monsieur Titley, al quale la Signora Becharoni potrà conssegnare le sue lettere per
essere mandate qui. Il sudetto Cavalier protesta di non aver ricevuto alcuna \altra/
lettera, che subito alla loro venuta in Coppenhagen, e quellތultima alla quale ha
datto la risposta. La Signora Becaroni potrà aquietare che sarà lތistesso per essa, e
che quando verrà prima di lui in Amburgo potrà loggiare nella casa sua, e d’essere
trattata nella medema maniera di prima, e che spera di ben presto do rivederla nel
mese di Maggio. Per li Denari non mތha detto altro, che, se la Signora Pirker [h]a
imprestatto, cio è per la vendita dellތ Abito, quel denaro, che lތavrà datto ordine,
che sarà pagata in Amburgo. Io fui incaricato di non dire per cosa servi questo
denaro \e ciò/ non trovavo altro esspediente per convincerlo, che dire di questo
abito, e chތabbia comissione di comprare una Cassetta per il Thée. Basta mi
rincresce di non poter servire come io vorrei, perché dif¿cilmente sarò in caso di
poter sborsare alcuna cosa senza pregiudicarmi medemo nel mio viaggio, e non
posso capire le raggioni chތabbia di far tanta dif¿coltà sopra questi bezzi. [S. 3]
Ich habe vorhergehendes zu Àeiß im welschen und auf der andern Seit[en] um
vorzeigen zu können, also glaube ich, daß du es theils errath[en], daß er kein Geld
habe, das übrige siehest du selbst, wie auch daß auf dieses Geld kein Conto zu ma-
chen. Nun komme ich auf unsre Reise. Siehe selbst in der Karte nach, so wirst du
¿nden, daß wir einander, ohne daß eines oder das andre Umwege mache, nicht
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur