Page - 522 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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522 Edition der Briefe
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70 als sich acesedirt, und daß alles a monte gegang[en]. Ich kan mich unmöglich
besinen, ob ich dem Lapis die Comission an die Rezzani, od[er] Porta gegeben?
Lapis schreibt zwar an den erstern, allein so viel mir recht, hast du mir ge-
schrieb[en], ich solte es an Porta addressiren, und so habe ichs auch unfehlbahr
\gethan/, wenn ich solche comission erhalten, und Lapis ist ein LĂĽgner. Er schreibt,
es könte leicht seyn, [S. 2] daß es noch beym Rezzani liege. Basta. Das weiß
ich, daĂź ich der mir vorgeschriebenen Comission auf das genaueste nachgekom-
men, und Lapis ist und bleibt ein intriguenmacher, und Mingotti thut wohl wenn
er ihm nicht schreibet, molto meglio poi quando non si Âżda di lui, quando verrĂ
in Olanda, perché non [h]a credito, o nome, basterebbe però per rovinare le cose,
che ognތuno è buono per questo, quanto miserabile che sia. Hier schicke ich
dir die Aria, welche mir Cheleri verschaft. Gestern hat Monsieur Jozzi und ich
beym Milord Abingdon Mittags und Nachts gespeiĂźt, alle hab[en] deine Gesund-
heit solenit[er] getrunk[en], und mir aufgegeb[en] dich zu complimentir[en]
ihrentwegen. Sie bedaur[en], daĂź ich vor einem Jahr nicht zu ihnen gekommen,
indem ich mich bey allen sehr in Gnaden gesezet. Reginelli, ist nun wirklich
nacher Tourin, so hat Marchetti die Abingdonisch[en] versichert, er mĂĽste nur
Marchetti selbst belog[en] hab[en], welches ich nimmer glauben will. Wegen
den Comissionen hate ich dir schon öfters geschrieb[en], daß ich alles thun
werde, was mir möglich, und weg[en] den Band wirst du bedient werd[en]. Des
Milords weg[en] sind bishero nichts anders als versprech[en] und Worte, ich
mag derohalb[en] auch nichts schreib[en], denn wenn ich dieses berichtete
was man mir verspricht, möchtest du dich verlassen, und ohne deiner Hilfe wird
es schwerlich, wo nicht gar unmöglich seyn weg zu kommen ausser ich gehe
durch, und lasse alles im Stich. Giebt er mirs, od[er] wenigstens etwas so es nicht
verlohr[en], und kan alsdenn mehrere comissiones aufnemmen und mitbring[en].
Adieu ich kĂĽsse dich 1000 mahl im gedanken, und bin dein bis in Tod getreĂĽer
Pirker.
[Zusatz von Giuseppe Jozzi:] | Cara Marianna resto pi che sorpreso per sentirvi
che siete p[ri]va di mie lettere, per Dio vi assicuro che non [h]o mancato di
scrivervi ogni ordinario con grandis[si]ma attenzione, ma niente mi arriva pi
nuove stante ho sofferto tante di sgrazie, che ne anche posso ricevere il contento
che voi riceviate le mie lettere bisogna che qualche b« f« le abbia levate. vi
ringrazio Cara Marianna del v[ost]ro buon Cuore che avete per me per la Corte,
ed altro non vi dico, che lascierei la Corona di Francia per essere nella v[ost]ra
adorabile Compagnia la quale non mi [h]a mai stancato, e non mi stancherĂ
per tutta l’EternitĂ , quant’unque voi mi dite che l’esservi lontano caggionerĂ
in me pi amore, oh cara M[arianna] quanto v’ingannate con questi pensieri
basta quando sarò con voi, /: la qual cosa sarà presto :/ a dio piacendo :/ sarete
chiarita del mio Core, ed abbracciandovi con l’anima sono v[ost]ro fedeli[ssi]mo
J[ozzi] |
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Ă–sterreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur