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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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540 Edition der Briefe Brief ௘ Nr. 130 Marianne Pirker aus Kopenhagen an Franz Pirker in London, 15. April 1749 A Monsieur Monsieur Franoois Pirker a Londres at the 4. nations in Panton Street [unbekannt:] | Franco Amsterd[am] | [Franz Pirker:] | No 23. | Coppenh[agen] 15. April 1749. allerliebster pirker. glaube nicht daß ich dir mit letzterer post auß nachläßigkeit nicht geschrieben, es ware die pure unmoglichkeit wie du auß des mingotti Brief wirst ersehen haben, welcher hoffentlich wird richtig eingeloffen seyn. nun kome ich auf deinen Brif von 21:t[en] passato. ich schrieb dazumal d[em] Jozzi wegen der selb[en] adresse, weil[en] er mir ein andermal a parte geschrieb[en] da er schon bey dir war, und selb[en] tag war prob, ich speiste auß, und da sein Brif so curios gebrochen ware, muste er durch die ganze unsrige compagnie spißrut[en] lauf[en], und hätte fast gar schifbruch gelitt[en] dann ich bekame ihm schon halb of[en], es verdrüst mich alßo gar nicht wann er par adresse schreibt, es ist mir desto lieber. Du hast recht daß du mir seine Brife nicht geschickt hast, dann ich würde ihm einen verdammt[en] entgegen geschrieb[en] haben, dann es ist wahr ich habe ihn närisch geliebt, als- dann durch unsere Zertrenung muste es nur eine freundschaft werden, nun aber ist es weder eines noch das andere, und möchte mit blutig[en] Zähren beweinen, das waß ich mir an meiner gesundheit geschadet um seinetwillen, ich ¿nde zwar daß ich ihn anjezo unendliche obligation hab[en] solte indem er kein Be[den]k[en] trägt sich sogar an seinem Interesse zu schaden, um uns nur in Compagnie zu hab[en], allein ich will nicht daß er uns mit der Zeit was vorzuruck[en] habe, und werde aufrichtig vor seyn interesse sorgen. Du kanst dir wohl einbild[en], daß ich nicht umsonst singen werde. wann die Kindbett der Königi[n] uns nicht so geschadet hätte, so hätte villeicht auß mein[em] bene¿zio was werden kön- nen, allein es ware unmöglich dann es wäre de[m] mingotti nichts daran gelegen geweßen. nachdem der Scal[abrini] die Impresa abge¿scht so hat keine mehr Hofnung bey Hof in Diensten zu kommen, indem alle künftigs Jahr obligirt sind bey Hof umsonst zu singen. Die Arien sind entlich nach Dresd[en] gekomm[en], auf was art das weiß Gott. nun komme ich auf d[en] Brif von 25:t[en] mio dio dove mai avete la vostra testa, al meno ¿n ora vi avrò scrito 10. volte chތio non resto qua e che vado adiritura nach Hauß, warum plagst du mich dann mit den vicenda agir[en]. ich bedancke mich schönstens für den [S. 2] österlich[en] glükwunsch, an ovi fällt es mir nicht, und ich zweiÀe nicht[,] daß ihr zwey narre[n] eine 5 10 15 20 25 30
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
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