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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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913Anhang %HOOHJDUGH %HOJDUGH (XJqQH 0DUTXLV GH ௘ ± 2I¿]LHU LQ QLHGHUOlQGL- schen Diensten Bellegarde wurde als Spross einer savoyardischen Familie in London geboren. Er trat in niederländische Dienste ein und wurde Kommandant eines Regiments. Der Marquis, der mit den Pirkers wahrscheinlich aus Londoner Tagen bekannt war, förderte in den Nieder- landen die Konzerttätigkeit Giuseppe Jozzis (Briefe vom 14. Oktober 1748, 50, 51, und 13. Juni 1749, 161). %LDQFKLQL *LRYDQQL %DWWLVWD JHQ Ä7LWWDUHOOD³ "± *HLJHU Bianchini stammt wahrscheinlich aus Rom. Er wurde per Dekret vom 7. Januar 1747 in den württembergischen Dienst aufgenommen und avancierte im April 1748 zum Kon- zertmeister. Dem Brief vom 28. Juni 1749 (180) zufolge war er sowohl eine Zeit lang in seiner Heimatstadt als auch später in Köln tätig. Mit dem ebenfalls aus Rom gebürtigen Giuseppe Jozzi verband ihn eine lange Bekanntschaft. Er diente den Pirkers auch als Korrespondent und Vertreter ihrer Interessen in Stuttgart (siehe Brief vom 11. Juli 1749, 191). /LW 6FKDXHU 3HUVRQDO GHV : UWWHPEHUJLVFKHQ +RIWKHDWHUV 6 'XERZ\ ,WDOLHQLVFKH Instrumentalisten, S. 114. %LQL 3DVTXDOH JHQ Ä3DVTXDOLQR³ ௘ ± *HLJHU XQG .RPSRQLVW Der in Pesaro geborene Bini wurde im Alter von 15 Jahren von einem Mäzen nach Padua zu Giuseppe Tartini in eine dreijährige Ausbildung geschickt. Danach war Bini vor- nehmlich in Rom tätig, wo er schließlich in die Dienste des Kardinals Troiano Aquaviva d’Aragona trat. Als dieser 1747 verstarb, kehrte der Künstler nach Pesaro zurück. Im Dezember 1753 wurde er als Konzertmeister nach Stuttgart engagiert und blieb dort bis Mai 1759. Wie aus der Korrespondenz der Pirkers und den in demselben Briefbestand überlieferten Schreiben an den neuen Hofkompositeur Niccolò Jommelli hervorgeht siehe Briefe vom 11. Juli 1753, 240, 20. Juli 1753, 241, 15. Oktober 1753, 245, 9. Novem- ber 1753, 246 und 1. Januar 1754, 247) hatte Franz im Sommer 1753 größte Schwierig- keiten, den Künstler zu einer pünktlichen Anreise nach Stuttgart zu bewegen Bini ließ über einen seiner Brüder mit einem ärztlichen Attest seine Unpässlichkeit mitteilen. Grund dafür scheint u. a. gewesen zu sein, dass der Virtuose auch seinen Bruder Carlo, einen Kanoniker, in württembergischen Diensten unterbringen wollte (Brief vom 20. Juli 1753, 241). Interessant ist auch Franz Pirkers Mitteilung über die Fähigkeiten und Marotten des Kollegen als Orchesterleiter (ebd.). /LW *URYH 6FKDXHU 3HUVRQDO GHV : UWWHPEHUJLVFKHQ +RIWKHDWHUV 6 %RURVLQL GH +RKHQVWHUQ )UDQFHVFR XP ௘ ± 6lQJHU 7HQRU ,PSUHVDULR %RURVLQL 5RVD JHE G¶$PEUHYLOOH XP ௘ ± Francesco Borosini wurde von seinem Vater Antonio ausgebildet, der Anfang des 18. Jahr- hunderts als Tenor Mitglied der kaiserlichen Hofkapelle in Wien war. 1712 wurde er selbst Mitglied dieses Ensembles und gehörte ihm bis 1731 an. Um 1720 heiratete er die
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
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