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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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921Anhang April 1745 trat sie in den Dienst des Kurfürsten Clemens August in Bonn, gastierte aber in der Spielzeit 1746/47 ein weiteres Mal mit Mingotti in Hamburg und ein Jahr später in Kopenhagen. 1749 wurde sie aus der kurfürstlichen Hofkapelle entlassen, durfte aber weiter den Titel einer kurfürstlichen Kammervirtuosin führen. Von Kopenhagen reiste sie in ihr Heimatland Italien zurück, wo sie bis zum Ende ihrer Karriere in Oberitalien tätig war. Rosa Costa soll „mit Körperreizen und durch ein lebhaftes, ja zuweilen auch feines Spiel […] die Zuschauer anzuregen“ (Lebrün, Jahrbuch für Theater, S. 70) gewusst haben. In der Korrespondenz der Pirkers wird sie in Zusammenhang mit dem Kopenhagener Engagement von 1749/50 erwähnt: Marianne betrachtete sie als Konkurrentin (Briefe vom 4. März und 22. August 1749, 112 und 209) und als Hindernis für die VerpÀichtung Giuseppe Jozzis , weshalb Franz den Versuch unternahm (siehe u. a. Brief vom 13. Mai 1749, 140), sie mit einem lukrativen Angebot Vanneschis nach London zu locken. /LW /HEU Q -DKUEXFK I U 7KHDWHU 6 6DUWRUL/LE ,QGLFH ,, 6 ࣠I 7KHREDOG 2SHUQ 6WDJLRQL GHU %U GHU 0LQJRWWL 6 ࣠II I ࣠I &UDZIRUG 3HWHU "±" )LQDQ]YHUZDOWHU Peter Crawford war lange Zeit Finanzverwalter der Middlesex-Oper. Er diente Franz als Ansprechpartner und Vermittler bei der Eintreibung der Schulden des Earl of Middlesex . Lit. Gibson, Italian Opera in London, S. 47–59: 48, 57. &URVD *LRYDQQL )UDQFHVFR XP ௘ ±௘ QDFK ,PSUHVDULR Francesco Crosa gehörte zu den ersten Impresari, die ab ca. 1745 die mehraktige Opera buffa in Norditalien und Mitteleuropa verbreiteten. 1748 reiste Crosa mit einer Truppe, der u. a. Pietro Pertici und Filippo Laschi angehörten, nach London und versuchte, dort im Auftrag von Francesco Vanneschi die Opera buffa einzuführen. Da der wirtschaftli- che Erfolg nicht den Erwartungen entsprach und auch eine hinreichende ¿nanzielle Unter- stützung durch den Londoner Adel ausblieb, geriet die Unternehmung zunehmend in eine ¿nanzielle SchieÀage, die auch durch sommerliche Gastspiele auf dem europäi- schen Festland nicht ausgeglichen werden konnte. 1750 wurde Crosa schließlich in den Schuldturm geworfen, konnte aber Àiehen und sich in die Niederlande absetzen, wo er in den folgenden Jahren weiter Opern produzierte. Leidtragender war u. a. Pietro Pertici , dem er die Gage schuldig blieb (Briefe vom 29. Juli und 29. August 1749, 199 und 213). 1771 traf Leopold Mozart Crosa in Mailand, danach verliert sich seine Spur. In einem Steckbrief, der nach seiner Flucht veröffentlicht wurde, wird Crosa, wie folgt, beschrieben: „The said John Francis Croza is a thin man about ¿ve feet and ¿ve inches high, of a swarthy complexion, with dark brown eye-brows, pitted with the small-pox, stoops a little in the shoulders, is about ¿fty years of age and takes a remarkable deal of snuff walks sideling, with his head inclining to his right shoulder, which is a little higher than his left has a hitch in his gait, and is of a pensive aspect he talks Italian and French, but very little English.“ (King௘ /Willaert, Giovanni Francesco Crosa, S. 261). Franz Pirker berichtet in seinen Schreiben aus London regelmäßig über die Erfolge bzw.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
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