Page - 926 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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erfahrene Handwerkerin empfahl sie Franz Pirker eine Schneiderin, weil er für seine Frau
in London ein Kleid anfertigen lassen sollte. Auch sie gehörte zu den Personen, deren
Privatleben der Geiger für mitteilungswürdig hielt: Aus Franzens Brief vom 29. August
1749 (213) erfahren wir, dass sie aus nicht näher angeführten Gründen mit einem ge-
wissen Titta und einer verheirateten Frau geÀohen sei.
Duparc, Elisabeth, gen. Ä/D )UDQFHVLQD³ XP ௘ ± 6lQJHULQ
Elisabeth Duparc wurde wahrscheinlich in Italien ausgebildet, wo sie 1731 in Florenz
debütierte. Nach Auftritten in Mittel- und Oberitalien ist sie 1736 zum ersten Mal in Lon-
don nachweisbar. 1738 warb sie Georg Friedrich Händel von der Opera of the Nobility
ab und verpÀichtete sie als erste Sopranistin an sein Theater. Charles Burney beschreibt
die Künstlerin als schöne Frau und begabte Sängerin, obwohl sie mit keiner sehr star-
ken Stimme ausgestattet war. Aus der Korrespondenz der Pirkers lassen sich keine Rück-
schlüsse auf die künstlerischen Aktivitäten der Sängerin in den Jahren 1748௘ –1749 zie-
hen, wenngleich sie in Künstlerkreisen präsent war (siehe z. B. Brief vom 22. September
1748, 23).
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(OLVL )LOLSSR XP ௘ ±௘ FD 1775), Sänger (Kastrat)
Elisi wurde in Bologna ausgebildet und begann 1739 seine Karriere in Venedig. Es folg-
ten Auftritte in ganz Italien sowie zwischen 1754 und 1757 Engagements in Neapel und
Madrid. 1761 gab er sein Debüt in London, auf das 1765௘ /௘ 66 ein weiteres Gastspiel in die-
ser Stadt folgte. Mit einem Engagement in Rom 1772 beendete er seine Karriere. Franz
Pirker erwähnt in seinem Brief vom 20. Juli 1753 (241) Elisis Gastspiel in Madrid, und in
einem weiteren Brief vom 22. November 1750 (236) weist Raffaele Turcotti darauf hin,
dass es unmöglich sei, einen Sänger vom Format eines Elisi so spät für die nächste Saison
zu engagieren das deutet darauf hin, dass in Stuttgart damals die Absicht bestand, den
Kastraten für die unmittelbar bevorstehende Saison zu verpÀichten.
Lit. Grove.
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Die Identität des Abate war bisher nicht eindeutig zu ermitteln. Er begleitete, sehr zum
Missfallen des Papstes Benedikt XIV., der in ihm keinen guten Christen sah, in den Jah-
ren 1748௘ /49 zumindest zeitweise die Prinzen Ludwig Eugen und Friedrich Eugen von
Württemberg auf ihrer Kavaliersreise. Im Briefwechsel des Papstes mit Kardinal Tencin
ist von dem schlechten EinÀuss des Abate, von jungen Frauen, die den Prinzen zugeführt
wurden, von verbotenen Spielen und der Missachtung der Fastenzeit die Rede. Erwäh-
nung ¿ndet Fabris auch in der Korrespondenz des Wiener Hofmeisters des Grafen Johann
Adam von Questenberg, Georg Adam Hoffman. Nicht eindeutig zu klären, aber nicht
unwahrscheinlich ist, dass er mit dem Abate Francesco Fabris aus Oderzo in Venetien
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur