Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Page - 927 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 927 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2

Image of the Page - 927 -

Image of the Page - 927 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2

Text of the Page - 927 -

927Anhang identisch ist, den Casanova erwähnt. Ihm zufolge war Fabris ein geistreicher Mann, großer Spieler und Bruder des österreichischen Generalleutnants Domenico Tomiotti de Fabris. Er soll Opfer seines ausschweifenden Lebens geworden und 1774 ermordet worden sein. In der Korrespondenz der Pirkers wird der Abate (stets ohne seinen Vornamen) als Ver- trauter der Prinzen von Württemberg erwähnt (Brief vom 29. April 1749, 134). Franz Pirker berichtet von Giuseppe Jozzis Bemühungen, im Rahmen seiner Konzertreise sei- nen Konkurrenten Reginelli bei Fabris und damit bei den Prinzen auszustechen (Briefe vom 5. November 1748, 68 und 7. Januar 1749, 93). Am Rande lässt er erkennen, dass der Abate sich nicht nur in Paris, sondern zuvor – im Zeitraum zwischen der Ankunft der Pirkers im Jahre 1746 und Mariannes Abreise 1748 – auch in London aufgehalten habe (siehe Briefe vom 2. und 23. Mai 1749, 136 und 142). /LW %HQHGHWWR ;,9 /HWWHUH %G 6 &DVDQRYD *HVFKLFKWH PHLQHV /HEHQV %G 6 $QP 8KOLJ =DKOWHQ 'LH JUR‰ HQ ,WDOLHQUHLVHQ +HU]RJ &DUO (XJHQV 6 ;;; Perutková, Der glorreiche Nahmen Adami, S. 207. )DEULV -DFRSR ௘ ± 0DOHU 7KHDWHUPDOHU 7KHDWHUDUFKLWHNW Fabris, Susanna, geb. Jeffreys (ca. 1703௘ –1786) Fabris wurde in Venedig geboren. Das Malerhandwerk erlernte er in seiner Heimatstadt und in Rom. 1719 ernannte ihn Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach in Karlsruhe zu seinem Hofmaler. In der Folgezeit konzipierte Fabris die Bühnenmaschinerie des dortigen Hoftheaters und gestaltete die Bühnendekorationen. 1721 verließ er Karlsruhe und wurde 1724 von Bendix von Ahlefeldt an die Hamburger Gänsemarkt-Oper gerufen, wo er 1725 an der Produktion der Oper Giulio Cesare in Egitto von Georg Friedrich Händel mitwirkte. Fünf Jahre später (1730) folgte ein kurzer Aufenthalt in London. Gegen Ende des Jahrzehnts ist Fabris in Mannheim nachweisbar. Möglicherweise unterstützte er dort Alessandro Galli Bibiena, dessen Stil in seinen späteren Arbeiten deutliche Spuren hinterließ, bei der Gestaltung des Hoftheaters. 1741 arbeitete er mit Georg Wenzelslaus von Knobelsdorff beim Bau der Berliner Hofoper zusammen. Bis 1746 entwarf er die Bühnenbilder für mehrere Opern von Johann Gottlieb Graun. Im Dezember 1746 gab er seine Stelle auf und reiste nach Dänemark, wo er bis zu seinem Tode blieb. Theaterge- schichtlich von besonderer Bedeutung ist das vierte Buch seiner Abhandlung Instruction oder Unterrichtung in den geometrischen perspectivisch und arkitektonischen Lectionen, das der Instruction in der theatralischen Architectur und Mechanique gewidmet ist (Ms., Königl. Bibliothek Kopenhagen). Die Pirkers lernten Fabris während eines Aufenthalts in Berlin kennen (Brief vom 10. Dezember 1748, 83) und standen wohl mit ihm und seiner Frau Susanna Jeffreys in einem freundschaftlichen Verhältnis Marianne ließ in Kopen- hagen ihre Post bei Madame Fabris abgeben. Lit. DBI. )LQD]]L )LOLSSR ௘ ± 6lQJHU .DVWUDW .RPSRQLVW Finazzi stammte aus Bergamo und erhielt seine musikalische Ausbildung in Mailand. Sein
back to the  book Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2"
Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Operisti als kulturelles Netzwerk