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Altaicha. —Alten bürg. 57
tonischen Schmuckes vergessen ist; sehr gelungen sind die Färbungen der
verschiedenen Marmorarten wiedergegeben, eben so verdienstlich ist die
beygegebene Staffage lebendig und naturgetreu behandelt, eine für einen
architektonischen Maler gewiß sehr schähenswerthe Gabe. — Unter seinen
ausgeführten Werken sind besonders erwähnenswerth, in Wasserfarben:
die äusiere Burg, der Iosephsplatz, Ansicht von Wien. In Ohl: die
St. Stephanskirche, in der tais. Bildergallerie befindlich ; die Veste
Salzburg mit dem Untersberge im Hintergrunde; der Wolfgangsee in
Oberösterreich; piaxxa Trbe in Vicenza; Aussicht von der strack nuova
gegen die Aiai-ckni pudklici in V en edig. Einige der reizendsten Ansich-
ten von Venedig hat der Künstler gegenwärtig in der Arbeit, sowie er
auch seinen Vater auf der vorhabenden Reise nach Rom und Neapel
begleiten wird, wovon ebenfalls die herrlichsten Früchte zu erwar-
ten sind.
Altaicha, s. Aicha.
Al t -Arad, Hauptort des Arader Comitats in Ungarn, königl.
Freystadt, liegt am rechten Ufer der Maros, ehemahls eine starke Festung,
jetzt aber ohne Festungswerke; hat 13,324 Einw. swovon 5923 Katho-
liken, 6935 nichtunirte Griechen, 191 Evangelische und Reformirte,
und 725 Juden). Sie zerfällt in 3 Theile: die deutsche Stadt, die un-
garische Stadt und die neue Festung, welche letztere 1763 in einer Krüm-
mung oder Halbinsel der Maros angelegt wurde. A. ist der Sitz eines
griech. nichtunirten Bisthums, und hat ein kathol. Gymnasium, eine
kathol. Hauptschule und eine pädagogische oder Präparandenschule der
Walachen. Auch befindet sich hier ein Salz-, Dreyßigst- und Postamt.
Es sind hier mehrere Tabakfabriken, und die Einwohner treiben nicht
unerheblichen Handel. Die Viehmärkte sind die größten in Ungarn.
A l t -Brunn , s. Brunn.
Alt Bunzlau, böhm. Markt im BunzlauerKreise mit 1,000 Einw.
in einer sehr angenehmen Gegend am rechten Ufer der Elbe, mit einem
Collegiatsiifte und der schönen und vielbesuchten Marien - Wallfahrts-
kirche ; gehört zu dem Eapitulargute gl. N. Die Prager Erzbischöfe
haben das Recht, dieses Gut an eigens ernannte Capitular-Dechante
des Collegiatstiftes zum Besitz zu verleihen. Den Propst dieses Stiftes
hingegen ernennt der Landesfürst. Die gleichzeitig mit dem Collegiatstifte
von dem böhm. Herzoge Wra tislaw um das Jahr 915 gestiftete Prop-
stey ist mit einem 4percentigen Interessenbezug von einem Eapital pr.
40,500 fl. und einigen Realitäten dotirt. Der gegenwärtige Propst ist
der Staats- und Conferenzrath Ios. Aloys Iüstel.
Altenburg, niederösterr. 1) Herrschaft, 2) Dorf im V. O. M.B.
mit 700 (^inw., liegt nahe dem Städtchen Horn. In A. ist eine imI .
1144 durch Hi ldburgav. Rebigau gestiftete Benedictiner-Abtey, zu
welcher die Stiftsherrschaften A. und Wiesend, Limb erg und Veste
Eggenburg, Drösid l und Wi ldberg, gehören.
Altenburg, zum Unterschiede von A. in Osterreich, Ungarisch-A.
genannt, ehemahls Moosburg und Möseburg; ein gut gebauter
Marktflecken und Hauptort der sehr großen Herrschaft gl. N. in der
Wieselburger Gespanschaft, in N. Ungarn beym Einflüsse der Leitha in
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie