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20,000 M. Die Folgen der Schlacht waren nicht so bedeutend, wie man
hätte erwarten sollen. Die Franzosen behaupteten die Insel Lobau und
das rechte Donaüufer, und die Österreicher konnten, durch die Schlacht
sehr geschwächt, keinen ernsten Angriff auf letzteres unternehmen. Sie
verstärkten sich daher nur möglichst, bis die Schlacht von W ag ram(s. d.)
das Schicksal dieses Krieges entschied.
Aspremont, Ferd. Gobertus, Graf von, aus einer alten
Familie, die ihren Nahmen von dem Besitz Aspremont's in den Nie-
derlanden herleitet A. war geb. 1643, stand zuerst in churfürstl. bayer.,
dann in kaiserl. Kriegsdiensten, und wurde endlich zum Feldmarschall er-
nannt. — Bey der.Belagerung von Ofen im I. 1636 zeichnete er sich
sehr aus, und trug viel zur Einnahme dieses Platzes bey, indem er die
bayer. Truppen beym Sturme commandirte. Im folgenden Jahre ward
er Commandant vonEssegg, blockivte Großwardein 1639, und er-
hielt dann in Belgrad und über die kaiserl, Truppen in dieser Gegend
das Oberkommando. Bald darauf wurde er von dem siegreichen Musta-
pha K iupr i l i in Belgrad belagert. Nachdem er mehrere Angriffe
abgeschlagen hatte, nöthigten ihn die Verhältnisse zur Übergabe des
Platzes, indem kurz nach einander 4 Pulvermagazine von türkischen
Bomben..angezündet worden waren. Es wurde ihm jedoch wegen B e l«
grad's Übergabe der Proceß gemacht und er in Wien gesanglich gehal-
ten« Obwohl bald in Freyheit gesetzt, wurde diese aufWien beschränkt,
wo er die in einem Kloster eingesperrte Schwester des Prinzen Rakoczy
kennen lernte, entführte und ohne kaiserl. Einwilligung heirathete.
Er lebte nun auf seinem Schlosse Reckheim, wo ev den 1. Febr. 1703
starb,
Assessoren. Diesen Titel führen in Ungarn die Referenten bey
denz k. Gubernium in Fiume, bey den Cameral-Administrationon, und
den Districtual-Berggerichtsn.
H^sionrazioni Fsnsl-Ili ^nstro-Ital ioks, k, l. priv,, (All-
gemeine Versicherungs-Anstalt in Tr i e st). Diese Anstalt seit
1333 mit besondern Vorrechten ausgestattet, hat zum Zwecke, Versi-
cherungen gegen Feuerschäden, auf Gebäude, darin befindliche Möbel,
Oerathschaften, Maschinen, Waarenlager, andere Vorräthe und Fahr-
nisse jeder Art, und bey Gebäuden selbst, auch in Bezug anf landtaflich
oder grundbüchlich vorgemerkte Schuldforderungen; ferner Versicherun-
gen gegen die Gefahren der Waarensendungen zu Lande, auf Flüssen,
Canalen, Seen und auf dem Meere; insbesondere aber die Lebensversi-
cherungen unter allen den verschiedenen Gestalten mit Inbegriff der Leib-
renten; dann andere von den Landesgesetzen erlaubte Versicherungen ge-
gen festgesetzte, billigst bemessene Prämien (Versicherungsgebühr) zu
übernehmen und die gebührenden Entschädigungen immer baar und un-
verweilt zu leisten. Das Capital der Anstalt, von 2 Millionen Gulden
C. M. , beruht auf 2000 Actien, eine jede zu 1000 Gulden. Versi-
cherungen finden Statt gegen Schäden: 1) bey Feuersbrünsten; 2) bey
Waarensendungen zu Lande; 3) auf Flüssen, Canälen und Seen, 4)
auf dem Meere. Der Beytritt ist leicht und einfach, da bloß die Be-
schreibung der zu versichernden Gegenstände, mit Angabe des Werthes,
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie