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Ausstellungs-Bureau. 149
gegründet vonIgn. Ritter von Schönfeld (s.d.), den l2. Febr. 1833
eröffnet. Sle bestand aber in der unten angedeuteten Gestalt und
Wlchamkett nur bls zum Herbste 1834, wo sie nach Hernals (nächst
Men) m das Palaes des Grafen Ferd.Pal f fy übertragen, und der Ein-
tnttsprels aufgehoben werden sollte. Das aus vielen Details bestehende
Ganze war mit großer Umsicht organisirt. Das Local (grosie Schulen-
straße Nr. 324) war geräumig, sinnreich und geschmackvoll eingerichtet.
Das Personal war zahlreich. Die Preise für die Ausstellenden und Besu-
chenden waren mäßig. Diese permanente Anstalt schien don blühendsten
Fortgang zu versprechen. Folgendes ist der Prospectus derselben: „Um
dem gesammten österreichischen Publicum eine so viel möglich vollständige
Mustertarte aller Natur- und Kunstproducte, Fabrikate, Gewerbs-
keit zu beleben, Industrie zu wecken, Kunst und Oewerbsfieiß zu spor-
nen, endlich für die Bedürfnisse des Käufers wie für don Absatz des Ver-
läufers Mittler zu werden, ladet das Bureau alle Güterbesitzer, Künst-
ler, Fabrikanten, Gewerbs- und Handelsleute ein, dem neuen Insti-
tute für die Erreichung dieses gemeinnützigen Zweckes ihre Theilnahme
zu schenken. —« Alle dem Bureau übergebenen Gegenstände werden ge-
gen Auszüge aus den Büchern des Instituts, unter Contrasignatur des
Übergebers und unter Fertigung zweyer Direktoren in Verwahrung ge-
nommen, und gegen Rückstellung dieses Auszugs auf jedesmahliges Ver-
langen an den im Auszuge benannten Eigenthümer, odsr Besitzer, oder
Bevollmächtigten zurückerfolgt. — Auswärtige können die für das Bu-
reau bestimmten Gegenstände unmittelbar, jedoch kostenfrey, an das
Bureau gelangen, oder die Übergabe durch einen Bestellten in Wien
bewerkstelligen lassen. Über Gegenstände/ die aus den Provinzen hierher
gesendet werden>, müssen die Beweise österr. Ursprungs angeschlossen
worden. — Da das Bureau sich in keinem Falle mit dem Verkaufe dex
zur Ausstellung bestimmten Gegenstände befaßt, so wollen Auswärtige
jenes verehrte Handelshaus, oder jenen Bevollmächtigten in Wien be-
zeichnen, welche den übergebenen Gegenstand, gegen dsn ihm zu diesem
Behufe übergebenen Auszug augenblicklich zu beziehen und zu veräußern
berechtigt seyn sollen. — Das Bureau wird seiner Zeit jene verehrten
Handelshäuser anzeigen, welche zu solcher Intercession, gegen eine bil-
lige Provision, für jene Parteyen, welchen Verbindungen in der Resi-
denz mangeln sollten, bereit seyn dürften. — Alle Parteyen, welche sich
des Bureaus bedienen wollen, um ein Natur- oder Kunstproduct, ein
Fabrikat oder Oewerbserzeugniß, oder eine Waare zur öffentlichen Aus-
stellung zu bringen, ihr Product odsr ihre Kunstsache allgemein bekannt
zumachen, sich einen gewissen, schnellen und vortheilhaften Absatz zu
sichern, zu Bestellungen dafür einzuladen, haben zwey Wege: der eine
ist der eines jährlichen Abonnements, der zweyte ist der eines monath-
lichen Abonnements öey dem Ausstellungs-Bureau. —Das jährliche
Abonnement wird mit Sechs Gulden C.M. (sage 6 fl. C. M-) für einen
Quadratfuß oder weniger, den der Ausstellungsgegenstand einnimmt.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie