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«58 Babor Ioh. —Bacs.
Babor, Ioh., Dr. der Theologie, emerit. Director des theologi-
schen Studiums an der Universität zu Ollnütz, Titulardechant und
Pfarrer zu Ollschan, geb. den 8. März 1762 zu Radomischel in
besonders zur Geschichte entwickelte und nährte. Voll 1783 an lag er auf
der Wiener Universität dem Studium der Kirchengeschichte und der mor-
genländ. Sprachen ob. Nach Seitenstetten zurückgelehrt, ward er
Studien-Präfect des Seminars, Correpetitor im Hebräischen und der
Hermeneutik des alten Testaments. 1789 erhielt er die Lehrkanzel der
Letzteren in Olmütz, mit der auch jene des neuen Testaments verbun-
den war. Zum Doctor der Theologie wurde er 1792 promovirt. 1794
trug er Dogmatit vor, und ward Rector des Lyceums. Bey seiner durch
rastlose Studien und'Arbeiten geschwächten Gesundheit zog er sich von dem
Lehramte zurück, und erhielt zuerst die Pfarre Sternberg in Mähren.
Seiner durch Gelehrsamkeit und aufgesammelte Materialien so wohl be-
gründeten Neigung zu schriftstellerischer Wirksamkeit mochte er dennoch
nicht ganz entsagen. SeineSchriften sind: Der Ursprungs, der Excom-
munication unter den Christen, Wien, 1787. — Abhandlung über die
Weissagung Jacobs, 1739 (anonym). — Einleitung in das alte Testa-
ment, Wien, 1794.—Die Alterthümer der Hebräer, eb. 1794.—
Über die Abstammung derDeutschen, eb. 1798. — Übersetzung des neuen
Testaments, mit Anmerkungen, 3 Bde., eb. 1305. — Über die philoso-
phische Historiographie :c., Olmütz 1318. — Wohlthätige Leitungen
der göttl. Vorsehung bey Kriegen, eb. 1320.
Bacher, steyerm. ausgedehntes Gebirge im Marburger und
Cillier Kreise, von O. nach W. gedehnt, und zu dem wasserscheidenden
Zuge gehörig, welcher zwischen der Save und der Drave aus Kärnthen
durch Steyermark nach Croatien zieht. Dieses weitläufige, bey 17
Quadratm. Flächenraum einnehmende Bachergebirg ist in jeder Hinsicht
interessant. Ungeheure Urwälder lagern auf seinem Rücken und seinen
Seiten, welche zu einem bedeutenden Handel mit Laden in die Türkey
das Material liefern, zum Theil zum Bedarfe der 4 auf ihm bestehen-
den Glashütten, oder der 2 Eisenbergbauer und mehrere Schmelzen und
Hammerwerke benutzt werden. Weinbau von ausgezeichneter O.ualität
wird an seinem nördl., ostl. und südl. Fusie häufig betrieben. Die Nah-
men: Pickerer, Raster, Radiseller, Rittersberger, Brandner, Oo-
novitzer Wein :c. gehören dieser Gegend an. Eine besondere Bemer-
kung verdienen die vielen an den ausgezeichneten Stellen befindlichen
Gotteshäuser, deren es im ganzen Umfange dieses Gebirges nahe -an
50 gibt.
Bachiglione, Küstenstuß im Venetianischen, nimmt seinen Ur-
sprung in den Tridentin. Alpen, trägt bey Vicenza Schiffe, strömt
dann durch Padua und bey Canche ins adriatische Meer.
Bacs, ungar. Marktflecken, in der gleichnahmigen Gespanschaft,
am ungesunden Moraste Mosztonka, mit 2770 Einw. Hier sind die
Ruinen des von Stephan I. erbauten Schlosses B.; von diesem hat
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie