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l72 Balko.— Balogh.
seiner Feder, und vertauschte es, da ihm dieser nicht entsprechend schien,
im Sommer. 1833 mit München. Seine nennenswertheren Schriften,
die sich durch Talent charakterisiren, sind: Oscar und Theone. Lüneb.
1814. — Eranen, eb. 1315. — Zeitsprossen, eb. 1313. — Onotheren,
ein Liederkranz. Wien, 1322. —Eckhard, genannt Koch, eb. 1323. —
Klänge nach Oben, eb. 1329. — Chronologisch geordneter Bildersaal oder
(130) Porträts, und Lebensbeschreibungen der berühmtesten Manner und
Frauen seit Beginn der histor. Zeit bis zum Tode des Imperators Au-
gustus. 2 Bde. eb. 1333. Jetzt beschäftigt ihn eine (leider bisher noch
nicht vorhandene) pragmatische Biographie Kaiser Maximil ian's I.
Balko, Franz Zav., rühmlich bekannter Maler, war geb. zu
Bres lau 1724. Von seinem Vater, der selbst Maler war, lernte B.
die Anfangsgründe seiner Kunst, studirte sodann unter B ibiena die
Architektur in Wien, und besuchte dann Italien, wo er sich vorzüglich
nach dem Muster der venetianischen Schule ausbildete. Nach Deutsch-
land zurückgekehrt, wurde B. zum Hofmaler der Churfürsten von Sach-
sen und Bayern ernannt, und mit vielen Auftragen beehrt. Vorzüglich
geschickt war B. in der Frescomalerey, und wußte den nassen Kalk mit
vieler Kunst zu behandeln. In der Folge ging er nach Prag , wo er
verschiedene seiner besten Arbeiten lieferte, und 1767 starb. Unter seine
vorzüglichsten Frescomalereyen gehören: Die schöne Kuppel in der St,
Niclaskirche zuPrag, dieKirche zu Kuttenberg, eineCapelle inKö-
nigssaal, wie auch das Sommerrefectorium und einige Deckenstücke in
den Zimmern des dortigen Stiftes. Von seinen Ohlgemälden sind meh-
rere schöne Altarblätter jn P rag , Kuttenberg und andern Orten,
ein Heiland, eine Maria, die zwölf Apostel, welche sich im Königs-
saaler Stifthause zu Prag und eine heilige Familie, welche sich in der
kaiserl. Gemaldegallerie zu Wien befindet, so wie die Porträts Jo-
se p h's I I . u. Leopol d's I I . in ganzer Figur mit Auszeichnung zu nennen.
Ballabene, ehemahls berühmtes Banquierhaus in Prag, wel-
ches Carl Anton B., geb. 1743 zu Frankfurt an der Oder, mit
einem bedeutenden Fond, 1773 gründete. Er st. 1303, nachdem er sich
durch Begünstigung der Fabriken und mehrerer nützlichen Anstalten in
Böhmen wesentliche Verdienste erworben hatte, in deren Würdigung ihm
der Titel eines k. k. Rathes beygelegt worden war. 1326 fallirte dieses
ausgezeichnete Haus.
Bal lmann, Ioh . Mich., Conrector hes evangel. Gymnasiums
zu Mediasch in Siebenbürgen, geb. daselbst den 15. Dec. 1765, ver-
dienstlicher statistischer Schriftsteller seines Vaterlandes, welcher nebst
seinem Schulamte als Conrector, zugleich Philosophie und Geschichte
lehrte. Außer seiner statistischen Landeskunde von Siebenbürgen, Her-
mannstadt 1801, lieferte er statistische Aufsatze in die siebenbürg. Quar-
talschrift und Provinzialblätter.
Balogh, ungar. Fluß in der Gömörer Gespanschaft, im Kreise
dießseits der Theiß, entspringt im Gebirge Klonocetzto, durchlauft eiuen
großen Theil der Oespansch. von N.W. nach S. O. und vereinigt sich unrer
Lenärfalva mit dem Flusse Saj6. Balogh, eine jetzt in Ruinen liegende
Burg auf dem Berge Värhegy oderHradesrye neben den Dörfer Also-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie