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182 Varadla. —Barbier.
machte. 1762 wurde B. als Professor der gemeinen und besonderen österr.
Pvocesilehre an der Wiener Universität angestellt/ und erhielt zugleich
den Titel eines kaiserl. niederösterr. Regierungsrathes; 1763 wurde er
nach Innsbruck zu oben angeführten Stellen berufen / und erhielt
zum Beweise der Anerkennung für seine thatige Verwendung in allen
Geschäftszweigen die goldene Medaille. B. starb zu Innsbruck den
20. Dec. 1300. Unter andern erschienen folgende Werke von ihm im
Drucke: Vl5qui5iti0 ex jure n»tui-g6 c^e teslamenti valickwte. Wien,
175I. — I)i5yul5. 6X jure publico univei-Zaii t^ 6 Maj65t2t6 tempor?
^ni. eb. 1758. — visquig. exjur6 ecciesiIZtico c^e jur6 patro-
. eb. 1753.—vigquiz. c^6 analozia j^rig ^ermanici oiv. comm.
jure pi-ovinc. ^U5tr. Nun^ar. Vokem. ^loi-avico, et ^-
i yuoaä wlelam. eb. 1761. — Vi5csui5. ex ^urigpruäsnUa ju-
xiierna communi et provinciali ^ustr. czuoä liti5 cont65t3'
tionum.eb. 1766. —Vollständige Abhandlung von den sämmtl. osterr.
Gerichtsstellen, eb. 1767. — DizyuiZ. 6e analo^ia jurig germanici ci-
Vl!l3 comm. cum )ui-6 provinc. ^U8tr. c^uoad 5>„s!l'.e88. v?-acti
eb. 1763. — Delineatil) ^urig cr>minali8 5ecuriclurn
l^Irolinam ac ^kerezianam etc. Innsb. 1772.—Anleitung zu dem allg.
bürgerl. Gesetzbuche 1. Thl. Wien, 1737. —Alphabet. Oesetzlencon über
das allqem. bürgerl. Gesetzbuch 1. Thl. eb. 1733.
Baradla/ große Tropfsteinhöhle bey demDorfeAggtelel in der
Gömörer Gespanschaft. Der Eingang gewährt einen furchtbar erhabenen
Anblick durch seine Große und Höhe. Die Natur schuf ungeheure Mast
sen, aus denen sich die verschiedensten Gestalten bildeten, wovon der so-
genannte Blasebalg, die Kanzel, der Hochaltar :c. am meisten bekannt
sind. In den 30 — 50 Klafter weiten Gewölben wiederhallt ein dumpf
tönendes Echo.
Baranyavär, ungar. Dorf im Baranyer Comitat, von welchem
dasselbe seinen Nahmen hat, mit einem Schlosse.
Baranycr Gespanschaft, eine ^er bevölkertstenMngarns, im
Kreise jenseits der Donau, zwischen der Dräu und Donau. Die Ein«
wobnerzahl beträgt 205,000, und der ganze Flächeninhalt 91-^- Q.M.
Die Begränzung ist nach Osten durch die Bacser, nach Norden durch die
Tolnaer, nach Westen durch die Schümeqher und nach Süden durch die
slavonische Gespanschaft Vöröcz und die Dräu. Der Boden ist sehr frucht-
bar und meistens eben, liefert Getreide, Wein, Obst, Holz, Küchen-
gewächse und Futterkräuter. Die Viehzucht ist im guten Stande. Das
alte Schloß Baranya gibt der Gespansch. den Nahmen, welche in 6 Pro-
cesse oder Bezirke eingetheilt ist, und nebst einer lönigl. Freystadt (F ü n f-
kirchen), 11 Marktflecken und 341 Dörfer in sich faßt. Bey dem Dorfe
Abaligeth ist eine berühmte Höhle.
Barbier, Adr.Nicol. , Freyherr v., geb.zuBrüssel am 10.
Iuly 1753, trat 1777 daselbst in österr. Dienste, und wurde 179l
zum Rathe der Rechenkammer, dann 1794 zum Domainen- und Finanz-
rathe ernannt. Bey den im Nov. 1792, dann im Iuny 1794 erfolgten
Besitznahmen Belgiens durch französische Truppen )vußte er zur Rettung
des österr. Staatseigenthums kräftigst und mit dem günstigsten Erfolge
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie