Page - 196 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Volume 1
Image of the Page - 196 -
Text of the Page - 196 -
196 Basalt von Schemniy in Ungarn.
Dienste geleistet und sich als Künstler und Mensch jederzeit gleich achtung-
werth bewiesen hatte, starb er in Hietzing den 21. Aug. 1321. Von
ihm waren im Drucke erschienen: 1^6 peintre ßl-aveui-, 21 Bde.,
Wien, 1803 bis 1821, mit 2 Heften Copien nach den seltensten Ku-
pferstichen, ein so allgemein geschätztes und originelles Werk, daß es je-
dem Kunstgelehrten und Sammler von Kupferstichen zu einer systematisch-
wissenschaftlichen Richtschnur vorzugsweise dient; C2t2loßU6 I-ai50NN66
665 65t2inp65 ßi-2V665 a i'eau loi-te P2I- (^ui6o Rein, 6t 66 C6lle5
66 565 6i5cipl65 6tc. Wien, 1795. C2t2!oßU6 lai50NH66 (^6 Wut65
165 65WINP65 czui formet I't)6UVI-6 66 V.6ml)s2n6t et 66 565 prin-
cipIux imit2t6ur5. 2 Bde., eb. 1797. — l^ataloßue i-2l50nne6
66 t0Ut65 165 65l2MP65 <zui sorment I'06UVl6 l^ 6 I^nc 66 1^6^66,
eb. 1798. <^2t2loAU6 l2!5c)NN66 66 Io<3UVl6 6'65tam^65 66 No-
liwi-. Nürnberg, 1313. — Anleitung zur Kupferstichkunde. 2 Bde.,
Wien, 1321, mit Kupfertafeln, sein letztes Werk, wodurch er sich
durch Angebung der bestimmtesten Merkmahle zur Unterscheidung der Co-
pien von den Originalen von Kupferstichen alter Meister des Dankes aller
Sammler, Liebbaber und Künstler auf immer versicherte. Im Manuscripte
hinterließ er: Über die Verwaltung der Kupferstichsammlung der k. k.
Hofbibliothek, nebst einem Anhange: Über die Cataloge der Kupferstich-
sammlung und ihre Führung. Seine eigenen, sehr zahlreichen Kupfer-
stiche reihen ihn zu den geschicktesten Künstlern mit dem Griffel und der
Radiernadel. Besonders erwähnenswerth darunter sind: seine Koma
triuinx>l!an5, seine Thierstudien, seine Nachstiche von Rembrandt,
Pot t er u. s. w. In 505 Blättern nach Gemälden jeder Periode und
Schule arbeitete er auch verschiedene Manieren durch und versuchte sich
mit Glück in der farbigen Lavismanier bey Landschaften.—Sein Sohn
Friedrich v. B. , welcher bereits 1814 an der Hofbibliothet als Prac-
ticant angestellt und 1316 zum Scriptor ernannt wurde, hat gegenwar-
tig als Custos der Hofbibliothek, die Kupferstichsammlnng unter seiner
Aufsicht und bringt seinem Fache durch gediegene Kenntnisse Ehre. Er
gab das Verzeichniß des ganzen Kupferstichwerkes seines Vaters unter dem
Titel heraus: l>taIoZU6 665 65tairip65 66^s. ^6.6eV. Wien, 1318.
Basalt ron Schemniy in Ungarn. Es ist dieses ein haltba-
res, sprödes, sehr schwer zersprengbares Gestein von lichterer oder dunk-
lerer grauer Farbe, eines der vorzüglichen Glieder der merkwürdigen,
wohl größtentheils durch Feuer entstandenen Flötztrapp-Formation, die
ziemlich allgemein verbreitet ist. In seltenen Fällen findet er sich auf eige-
nen Gängen im Gneiß, Syenit, Sandstein u. s. w. Er ist entweder
rein oder mit anderen Fossilien, als Olivin, Augit, Hornblende,
Glimmer, magnetischem Eisenstein u. s. w. gemengt, theils compact,
theils porös. Man verwendet ihn als sehr dauerhaften Mauerstein, als
Pflaster- und Chausseestem, zu Ecksteinen und Pfeilern (hierzu vorzugs-
weise den säulenförmig abgesonderten), ferner zu verschiedenen Stein-
metz-, Steinschleifer- und Bildhauerarbeiten, zu Ambosen für Ooldschlci-
ger und Goldschmiede, zu Probirsieinen, als Huschlag bey Schmelz-
processen u. dgl. Er wird mit Schmirgel oder scharfem Sande durch un-
gezähnte Sägen zerschnitten/ mit Meißeln und Hämmern zugerichtet,
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie