Page - 204 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Volume 1
Image of the Page - 204 -
Text of the Page - 204 -
2N4 Bayn. — Bauernfeld.
Seine Neise durch einen Theil Ungarns, Siebenbürgens/ der Moldau
und Bukowina, die er im I. 1805 unternommen hatte, erschien erst
nach 6 Jahren (Pesth 1811) in effectvoller Gediegenheit. Er starb am
3. Dec. 1827.
Bayn (Battsyn) ungar. Dorf in der Pesther Oespanschaft mit
2,450 magyarischen und serbischen Einw. und kathol. Pfarre. Der Ort
hat viel Holz und Weide; viel schaden ihm jedoch die Donau-Überschwem-
mungen.
Baudirectionen, s. Oberbaudirectionen.
Bauer, Edler v. Adelsbach, Ios. Heinr., Magister der
Philosophie und Doctor der Medicin, Senior der medic. Facultat,
Stadtphysicus derKleinseite zu Prag, und Mitglied mehrerer gelehrter
Gesellschaften, war geb. den 3. May 1719 zu Würz bürg. Nach zu-
rückgelegtenStudien zu Freyburg, zuStraßburg, und dann 1751
zu Altdorf erhaltenem Doctorate, übte er die Heilkunde in den Hospi-
tälern mehrerer Länder aus. 1751 kam er nach Prag, 1753 ward er
Mitglied der Reichsakademie der Naturforscher. Während des 7jährigen
Krieges ernannte ihn die böhm. Landesstelle 1756, 57 und 53 zum
dirigirenden Arzt im Militär - Spitale. 1778 wurde er Stadtphysicus,
1784 und 86 Decan, 1790 Senior der medic. Facultat an der Pra-
ger Universität; 1793 geadelt. Seine ungemeinen Kenntnisse, Erfah-
rungen, menschenfreundlichen Aufopferungen und. edlen Eigenschaften über-
haupt haben ihm ein dauerndes dankbares Andenken gesichert. Er starb
83 Jahre alt, den 27. Febr. 1302 zu Prag. Er schrieb: vi
da ^liolera, Altd. 1751. — I'i-actatuz 6e s0nt6 ininer. I'
Wien, 1770. Letzterer deutsch in 2 Aufl.; die 2. Prag, 1771. — Un-
tersuchungen :c. des Sauerbrunnens zu Lieb werda, eb. 1735 u.s.w.
Bauer, Ferd., rühmlich bekannter Pstanzenmaler, war geb. zu
Feldsberg inNiederösterr. um 1775, bildete sich zu W i e n in seiner
Kunst durch eifriges Studium aus, und begleitete den berühmten Ro-
bert Browy auf seinen großen botanischen Reisen bis Neu-Holland,
auf welchen sich B. einen Schatz von Kenntnissen sammelte, den er nach
seiner Zurückkunft praktisch anwendete. Er starb den 17. März 1326 in
Wien und hinterließ ein unschätzbares Herbarium, so wie eine Menge
Originalzeichnungen, welche, so wie ersteres, auf Rechnung des Hofes
für eine bedeutende Summe erkauft wurde. — Ios. B. , dessen Bru-
der, war Inspector der fürstl. Liechtenstein'schen Gemäldegalerie,
Maler, Zeichner und Kupferstecher, ohne sich jedoch durch bedeutende
Leistungen auszuzeichnen.
Bauernfeld, Eduard von, lyrischer und dramatischer Dich-
ter, geb. zu Wien den 12. Iän. 1302, widmete sich den juridischen
Studien auf der Wiener Universität, und erhielt nach deren Vollen-
dung eine Anstellung bey der niederösterr. Landesregierung, sodann bey
dem Kreisamte V. U. W. W. und ist jetzt Concepts-Practicant bey der
k. k. allgem. Hofkammer. Zuerst trat dieser talentvolle Dichter mit ei-
nem Gedicht an Gr i l l pa rzer in einem Theateralmanache auf, wel-
ches allgemeinen Beyfall erhielt. So gelungen übrigens auch die meisten
seiner lyrischen Leistungen, welche in verschiedenen Zeitschriften erschienen,
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie