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7A) DobOkaer Gespanschaft. — Dobrowsky.
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Dobokaer Gespanschaft/ im Lande der Ungarn in Sieben-
bürgen, zwischen der innern Szolnoker und der Klausenburger Gespan-
schaft/ begreift 51geogr. Q. M. , und hat eine Bevölkerung von 66,900
Individuen. Ein Theil dieser Gespanschaft ist sehr gebirgig, nähmlich
derjenige, welcher sich gegen die Bukowina hin erstreckt. Dennoch sind
die Thaler mit weniger Ausnahme ziemlich fruchtbar, und in den unte-
ren Theilen wird selbst Weinbau getrieben. Die D. G. ist in 2 soge-
nannte Zirkel eingetheilt, deren jeder 4 Processe begreift.
Dobromy l , galiz. Stadt im Sanoker Kreise, am Bache
Wyrwa, zahlt 1,600 Einw., worunter 350 Juden. Sie hat einen
großen viereckigen, ungepstasterten, äußerst unebenen Platz, der von
lauter Iudenhäusern umgeben ist, und hält 2 starkbesuchte Mastochsen-
Iahrmärkre, auf welchen die den Winter hindurch im Kreise zu mästen-
den Ochsen aufgekauft werden.
Dodrota, dalmat. Dorf im Kreise von Cat taro , mit l,400
Einwohnern, worunter die reichsten Schiffeigenthümer in ganz Dal-
matien.
Dobrowsky, Ios. , Abb<3 (eigentl. Daubrawsly; er selbst
nannte sich Josef Daubrawsky ze Solnic) , Dr. der Philoso-
phie, Mitglied der konigl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften u. m. a.
wurde am 17. August 1753 zu Gyermet bey Raab in Ungarn ge-
boren, wo sefil Vater Jacob Daubrawsky (ein geborner Böhme)
Unterofficier in einem Dragoner-Regimente, sich eben aufhielt. Die
Nahmensänderung entsprang aus dem fehlerhaften Eintrag in das Tauf-
buch; Irrungen vorzubeugen mußte sich nach diesem gehalten werden.
In den ersten Wochen seines Lebens kam.D. nach Böhmen, wo er auch
als Knabe die deutschen Schulen besuchte, und hier wohl zuerst den
Grund zur Erlernung der böhm. Sprache legte. Die 4 ersten lateinischen
Classen absolvirre er in Deutschbrod bey den Augustinern, inKlattau
unter den Jesuiten Poesie und Rhetorik, und Philosophie an der Uni-
versität zu Prag. Ersuchte nun um die Aufnahme in den Orden der
Jesuiten nach; als einem anerkannt talentvollen jungen Manne ward
sie ihm bewilligt, und er trat 1772 in das Noviciat zu Brunn. Da
aber schon das folgende Jahr die Gesellschaft aufgehoben wurde, ging
er zur Fortsetzung der theologischen Studien nach Prag zurück, und
verlegte sich hier vorzugsweise auf orientalische Sprachen. Der Umstand,
dasi er 1776 als Lehrer der Mathematik und Philosophie in das gräfl.
Mostitz'sche Haus tam, hatte wohl den bedeutendsten Einfluß auf seine
spätere literarische Wirksamkeit. Er lernte hier die zwey hochverdienten
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie