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Dombay. — Domest ical-Obl igat ionen. 785
er einen Ovalspieltisch von petrisicirtem Holze, mit durchgebrochenen
Säulen von Stahl, um welche sich Blumen von Bronzearbeiten schlin-
gen. Dieses Stück, allgemein als Meisterwerk gepriesen, wurde vom
Herzog Albrecht zu Sachsen-Testen der damahligen Königinn von
Frankreich zum Geschenke überschickt. Überdies; haben wir von ihm auch
viele höchst gelungene Medaillen und Vasen im antiken Geschmacke; die
sich in verschiedenen Gegenden befinden. Er starb 177().
Domba^ , Franz v. , geboren zu Wien 1753, erhielt seine
literarische Ausbildung in der k. k. Akademie der morgenländischen Spra-
chen, und war 1783 im Gefolge der vom Kaiser Joseph I I . an den
Hof von Marokko abgeordneten Gesandtschaft. Das Studium der
arabischen Sprache hatte er schon in seiner Jugend liebgewonnen; die
Schatze des Escurials zu Madr id , wo er nach der Rückkehr vonAfrila
der k. k. österr. Bothschaft zugetheilt worden war, bothen ihm ein wei-
tes Feld, diese Lieblingswissenschaft fortzusetzen. Von hier kam er als
Oranzdolmetscher nach Agram und 1602 als k. k. Hofdolmetsch mit
dcm Charakter eines wirklichen Hofsecrerars bey der geheimen Hof- und
Staatskanzley, nach Wien; 1309 ward ihm der Titel eines k. k.Rarhes
beygelegt. Er starb am 21. Dec. 1310. Das Verzeichnis; seiner zahlrei-
chen Schriften beurkundet glühenden Eifer für die Wissenschaften;
wir heben die vorzüglicheren aus: Geschichte derKönige von Mauritanien,
Agram 1794. — Populäre Philosophie der Araber, Perser und Türken,
eb. 1794. — (^i'ämmatica linZuaeMäuro-^ladicÄL, Wien 1800.—
Geschichte der Scherifen oder der Könige von Marokko, eb^ 1301. —Be-
schreibung der gangbaren maurit. Gold- und Silbermünzen m. K.,
eb. 1303.
Dombi v. G^l falva, Samuel, Doctor der Medicin, ge-
boren zu Benye in derZempliner Gespanschaft, siudirte auf der Uni-
versuat zu Utrecht, und gab dort als Inauguraldissertation 1753 eine
Abhandlung über den Tokayer Wein-heraus. In seine Heimath zurück-
gekehrt, liest er sich als practischer Arzt zu Miskolcz nieder, wurde
Physicus der Borsoder Gespanschaft, und erwarb sich durch seine tiefen
Kenntnisse ausgebreiteten Ruf. Nicht minder haben seine literari-
schen Arbeiten, die im Drucke erschienen, gerechte Anerkennung gefun-
den. So hat seine I^elatio 6e iniiiLralibus (^omilaws koi'sol^nöiä
3yul5, Wien 1766, den Beyfall des berühmten van Swieten im
hohen Maße erhalten. Ferners haben wir von ihm ein Werk über die Heb-
ammenkunst in magyarischer Sprache (Preßburg 1772) und eine ungari-
sche Übersetzung der Rosen st ei n'schen Abhandlung von der Kenntniß und
Heilung der Kinderkrankheiten, welche 1794 in Pesth erschienen ist.
Domestical-Gbligationen der Stande von Osterreich unter und
ob der Enns, von Böhmen, Mahren, Schlesien, Steyermark, Kärn-
then, Kram und Görz; dann des Wiener Oberkammeramtes. Es gibt
standische D. O., in dem durch das Finanzpatent vom 20. Febr. 1311
auf die Hälfte in Wiener-Wahrung herabgesetzten Zinsenfuße, nähmlich
zu 2^, 2^, 2 und U Percent. Der Zinsenfusi der D. O. des Wiener
Oberkammeramtes ist nur zweyerley, nähmlich zu 2 und 2^ Percent in
Wiener-Wahrung, nach dem Verhältniß der obigen Herabsetzung. Diese
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie