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Dücker. — Duorze. 7U3
Enthusiasmus, wie Ntelka, erregte sein letzter Roman: «lolänka (Preßb.
und Pesth 1303. 2 Bde.). Die 2 ersten Werke von D. ausgenommen,
sind alle in Prosa geschrieben. Noch hat man von ihm 3 historische Schrif-
ten: A6lNHi toi-t^nL^Ic (eb. 1399); ^.'Hlaz^arlioknalc ul-a^almailc
seb. 139l), und ^6V6x«l.65, kuäivexerelc (Pesth 13l7), durch die
er den Bedürfnissen der Jugend entgegenzukommen trachtete. Nach 34
Jahren, di." er als Professor auf der Universität zugebracht/ wo er mehrers
Jahre die Decans- und Reccorswurde bekleidet, trat er öfterer Kränk-
lichkeit wegen in Ruhestand, und zog sich in seine Vaterstadt zurück, wo
er unter den Seinen ein gluckliches und frohes Alter von 73 Jahren er-
reichte, und den 23. Iuly 1313 starb. Die Früchte seines bis in den Tod
regen Fleisses aus dieser Zeit sind handschriftlich: Eine historisch-topogra-
phische Beschreibung der ungarischen Schlösser, in alphabetischer Ord-
nung (ec rückte darin nur bis S. vor); eine schon längst begonnene
Sammlung ungarischer Sprichwörter, eigener Redensarten u. s. w.,
welche nach seinem Tode der Szegediner Buchdrucker Grün herausgab:
Hla^al- p6lclap65X6^6l( 65 jeles monc^zok (Szegedi'n 1329. 2 Bde.),
ein für die ungarische Linguistik äußerst wichtiges Werk.
Dücker, Theophil Freyh. von, Capitularpriester und Pro-
fessor des Benedictinerstiftes Kremsmünster, war geb. zu Salz«
bürg den 16. Sept. 1713. Nach vollendeten Vorstudien trat er in den
Bcnedicriner-Orden, empfing zu Kremsmunsrer die Priesterweihe
und erhielt bald darauf eine Professorsstelle daselbst. Für Seelsorge ver-
wendete er sich stets auf das eifrigste, und liesi sich auch Volksbildung
durch Wort und Schnft sehr angelegen seyn. Er starb zu Kremsmün-
ster den 3l). Oct. 1774 und hinterließ eine große Anzahl volksthümlicher
und religiöser Werke, deren auch eine bedeutende Menge durch ihn un-
entgeldlich vertheilt worden war.
Duino (Tibein), illyr. Dorf im Oörzer Kreise am adriatischen
Meere, hat einen unbedeutenden Hafen und ein Bergschloß, und ist
berühmt weqen seiner herrlichen Aussicht auf das adriatische Meer und
die Alpen. Es wird hier schwarzer Marmor gebrochen; auch besindet sich
daselbst eine unterirdische Höhle.
Dürrenstein. (Dürnstein), niederosterr. Stadtchen im V. O.
M.B . mit 500 Einw., ist von geringer Ausdehnung, aber merkwür-
dig wegen der nahen Ruinen des hoch über demselben gelegenen Felsen-
schlosses, in welchem König Richard Löwenherz von England durch
15 Monathe gefangen saß. D. hat einen Mühl- und Wetzsteinbruch.
Dukowan, mähr. Out und Dorf im Znaimer Kreise, mit Pfarr-
kirche, einem Schlosse und großen Garten, hat eine sehr freundliche
Lage.
Dunajec (Donajec), galiz. Fluß, entsteht bey der Stadt Neu-
mark im Sandecer Kreise, aus dem Zusammenströmen des schwarzen
und weißen D. , welche in den Karpathen entspringen und aus der
Zipser Gespanschaft Ungarns nach Oalizien kommen. Mit dem D. ver-
einigt sich der Poprad.
Duorze (Duoriyhof) , illyr. Schloß im Neustädtler Kreise, an
der Gurk. In der Nahe dieses Schlosses wurden römische Alterthümer
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Volume 1
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe A-D
- Volume
- 1
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 788
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie