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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Volume 1
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Page - 766 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Volume 1

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7t)U D u s s i k. teres Glück aNein durch die Tonkunst zu suchen. Sein Mä'cen verließ ihn aber nicht. Er berief ihn nach Prag, liesi ihm eine meisterliche musi- talische Bildung geben, und brachte seine bewunderungswürdige Geschick- lichkeit im musikalischen Unterrichte in grosite Aufnahme. D. war einer der ersten, die das Leichte und Angenehme im Clavierspielen eingeführt. Auch hat er viele Künstler Böhmens gebildet. Selbst Kozeluch war sein Schüler. D. starb 1799, am 12. Febr. in Prag. Von seinen Compositionen sind folgende erschienen: Eine Sonate für das Clavier. Leipzig, 1773.— 8onata per il (Hlgvicembalo, Prag, 1774.— 8onata per il (Ulavicembalo. Paris, 1774. — Ein Clavierconcert mit 9 Stimmen. Amsterdam. — (^ncei-Uno per il (^IvicemkIlc), 6u6 Violini, Viola 6 V3550, Linz, 1784. — Fünf Lieder für Kin- der und Kinderfreunde. — S. F. A. Spiel mann, XXV Lieder mit Melodien von Vincenz Maschek und Franz D. Prag. Nebstdem hat er viele Concerte, Sonaten, Symphonien, Quartetten und Terzetten im Manuscripte hinterlassen. Dusslk, Ioh. Sadist., einer der stärksten Fortepiano- und Harmonicaspieler, und sehr beliebter Componist, wurde zu Czaslauin Böhmen am 9. Febr. 1761 geboren. Schon im 5. Jahre seines Alters fing er an, das Clavier zu spielen. Als er bey den Jesuiten in Ig la u die Humaniora gehört, und sie noch durch 2 Jahre zu Kuttenberg als Organist an der Iesuite.lkirche fortgesetzt hatte, ging er nach Prag, hörte die Philosophie, und erhielt die Magisterwürde. Zu dieser Zeit wünschte er in den Cisterzienserorden zu treten, seine Jugend aber hin- derte seine Aufnahme im Stifte Saar. Nun gab er den frommen Wunsch ganzlich auf, Willens durch die Musik allem in der Welt sein Glück zu suchen. Es gelang ihm. Er machte eine Reise nach Holland, und blieb in Mecheln, wo er eine Zeitlang als Claviermeister lebte, und sich dann nach Bergenopzoom und Amsterdam begab. In diesen beyden Städten trat er als junger Tonkünstler auf, und gab einige seiner bessern Compositionen im Stiche heraus. Schon damahls spielte er die Claviaturharmonica trefflich, und ließ sich in verschiedenen andern Städten mit allgemeinem Beyfall hören. 1785 kam er nach Mainz, gewann dort die Gunst des Adels und die Liebe berühmter Tonkünstler. 1786 besuchte er von Ber l in aus Paris. Hier trat er vor der Königin von Frankreich Maria Antonia auf, die ihm als Kennerinn ihren Schutz schenkte. Demungeachtet verließ er Paris, um seine Sehnsucht nach Italien zu befriedigen. In Mailand gab er Concerte, sowohl auf dem Pianoforte als auf der Claviaturharmonica und errang die Achtung der italienischen Tonkünstler. Aus Italien ging sein Weg nach England. Der vortheilhafte Ruf, der ihn auf seinen Reisen allenthalben begleitete, kam ihm zu London in der Art zu Statten, das; ihn das glückliche'Los traf, der Prinzessinn von 'Jor l auf dem Fortepiano Unterricht zu geben. Seine zu London durch den Stich bekannt gemachten musikalischen Producte fanden bey den Britten nicht weniger allgemeinen Beyfall. Auch der eben damahls in London anwesende groste I. Haydn hat sie für Meisterstücke erklärt. 1802 kam D. aus England nach Wien, und trat dort mit eben so ungetheiltem 66 S0 t
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Volume 1
Title
Österreichische National-Enzyklopädie
Subtitle
Buchstabe A-D
Volume
1
Authors
Franz Gräffer
Johann Czikann
Publisher
H. Strauß
Location
Wien
Date
1835
Language
German
License
PD
Size
13.3 x 22.0 cm
Pages
788
Keywords
Nachschlagewerk, Biografien
Categories
Lexika National-Enzyklopädie
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