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390 Gölniez.—Görgen's, Dr. Bruno, Privat-seilanst.lc.
rioden, mit Warnung vor tückischen Krankheiten, schädlichen Ge-
bräuchen und verderblichen Kleidungsstücken, eb. 1811, 2. verb. Aufl.
1823. — IVactalus cle rite co^nuscenda et sananda an^ina mem-
l>l-2l>acea, eb. 1813. —> Praccische Abhandlung über die vorzügliche?
ren Krankheiten des kindlichen Organismus I. Theil, enthaltend eine
Monographie der hitzigen Gehirnyöhlenwassersucht, eb. 1815, 2.
Auflage 1820. I I . Theil, enthaltend eme Abhandlung vom inneren chro-
nischen Wasserkopf und von den verschiedenen Arren des .äußern Wasser-
topfes, eb. 1818, 2. Aufl. 1824.
Gölniy, ungar. Marktflecken im Zipser Comitat, am Flusse gl.
N., ist der Sitz eines Bergamtes und Berggerichtes, und bat 5Nl)0
Einw., eine tathol. Pfarre, und eine reformirte Kirche, wichtige Eisen-
llnd Kupferbergwerke, Eisenhämmer, Messer- und Drahtfabriken. In
der Nähe befinden sich die Ruinen eines alten Schlosses.
Gömörer Gespanschaft, mit der seit 1802 vereinigten Ge-
spanschaft K le in -Honth , in Ungarn. Diese gränzen mit dem dieß-
seicigen Donau-Kreise, dann mit derZipser, Tornaer, Borsoderund
Heveser Gespanschaft, und breiten sich über einen Flachenraum von 7U
geogr. Q. M. Die Anzahl der Wohnorte beläuft sich in diesen Comita-
ten aüf 13 Marktflecken, 286 Dörfer und 35 Prädien, welche von
147,900 Seelen bewohnt und in 4 Gerichtsbezirke (Processe) eingetheilt
werden. Der obere Theil dieser Gespanschaften ist größtentheils bergig,
der untere Theil ist durchaus eben. Flüsse: Der Hernäd, die Göllnitz,
Gran, Sajä, Rima, Ballog, Iolsva, Hronyecz, und Thuröcz.
Sonst ist unter den Seen der Vargedersee der beträchtlichste. Producte:
Go!l? , Silber, Eisen, Kupfer, Quecksilber, Salpeter, Zinnober,
Steinkohlen, Korn, Holz, Flachs, Mohn, Schafe, Auch finden sich
hier mehrere Sauerbrunnen und Stahlwasser.
Göncz (Giny), ungar. Marktflecken im Abaüjvärer Comitat,
mit 387l) Einw., einer kathol. Pfarre und einer reformirten Kirche.
Das bey diesem Ort befindliche Bergschloß war ehemahls start befestigt/
liegt aber jetzt in Ruinen.
Gönczer-(GlNtzer-) Faß, ein ungar. Weinmaß, welches von
dem Marktflecken Göncz (Gintz) in Oberungarn, wo diese Fässer ver-
muthlich zuerst verfertigt wurden, seinen Nahmen hat Die Oönczerfas-
ser sind die gewöhnlichen TokayerWeinfässer und enthalten 2^ Ofner Ei-
mer oder ein Doppel-Antal, d. i. 86 bis 88 Maß. Es gibt auch halbe
Gönczfäßchen, welche sonach einen Antal, also 1^ Ofner Eimer oder bey
45 Maß enthalten.
Sorgens, Dr. Bruno,Privat-Heilanstalt für Gemüths-
kranke bey Wien. Als Primär - Arzt bey der öffentlichen Irrenanstalt
zu Wien angestellt, erhielt G. 1813 den amtlichen Auftrag, sich mit-
telst motivirten Gutachtens über die Nothwendigkeit der Errichtung von
Privat-Irrenanstalten in den österr. Staaten zu äußern, da die Staats-
verwaltung schon lange sowohl dem Locale als der innern Einrichtung
des öffentlichen Irrenhauses in Wien ihren Beyfall versagt hatte. Dr.
G. sprach sich in seinem amtlichen Berichte sogleich sehr nachdrücklich für
die Nothwendigkeit solcher Anstalten aus, der eigentlichen Ausführung
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie