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Gorgonzola. — Gossarvi. 4ttl
richten über die Höfe Italiens, besonders über Neapel. Das Werk ist
wahrscheinlich noch in Italien verfaßt worden.
Gorgonzola, lombard. Marktflecken in der Delegation Mai .
land, erzeugt den meisten Strachinokäse und hat eine Baumwollwaa^
rendruckerey.
Gorlice (Görlitz), ansehnlicher galiz. Marktflecken im Iasloer
Kreise, auf einer Anhöhe am Flusse Ropa, und zum Theil an Felsen
angebaut, mit2,550Einw., bedeutenden Wochenmärkten und mehreren
Leinwandbleichen. Der Ort treibt einigen Handel mit Leinwand und Un»
garwein, noch mehr aber mit Getreide ins Gebirge und nach dem nörd»
lichen Ungarn, »deßhalb man denselben auch das kleineDanzig genannt
hat. Eine 50 Klftr. lange hölzerne Jochbrücke führt hier über dieRopa.
Goro vonAgyagfa!va,L,udw., k.k.Ingenieur-Hauptmann,
wurde zu Dova in Siebenbürgen den 14. Iuny 1786 geborm. 1802
trat er als Zögling in die k. k. Ingenieur-Akademie in Wien, vollendete
seinen Curs mit Auszeichnung, wurde im Augenblicke des großen Kam-
pfes 18l)9 beyder Armee angestellt undzeichnete sich bereits in derSchlacht
beyAspern, so wie bey der Vertheidigung des Brückenkopfes bey Preß»
bürg auf das rühmlichste aus. In den glorreichen Feldzügen 1813—14
diente er bey der Armee in Italien und erhielt nach hergestelltem Frieden
eine Anstellung in Dalmatien. Hier widmete er sich in seinen freyen Stun-
den dem Studium der Archäologie, wozu ihm die schönen Überreste rö-
mischer Kunst in Salona, Spalato u. a. O. die schönste Gelegen-
heit bothen. Beym Feldzuge 1821 lernte er die classischen Ruinen von
Pompeji kennen, welche ihn zu dem Gedanken begeisterten, ein voll-
ständiges systematisches Werk über diese merkwürdige Stadt zu schreiben.
Es erschien unter dem Titel: Wanderungen durch Pompeji, Wien !824,
als Prachtausgabe mit vielen Kupfern. Nebst diesem geschätzten Werke,
welches mit großem Beyfalle aufgenommen und in mehreren wissenschaft-
lichen Blättern des In- und Auslandes auf daö günstigste beurtheilt wur-
de, lieferte er noch viele gehaltvolle Beyträge in die ausgezeichnetsten
ksterr. Zeitschriften, z. B. in Hormayr's Archiv und in die Wiener
Jahrbücher der Literatur.
Gorove', Ladisl. »., Beysitzer der Gerichtstafel des Heveser
Comitates, vaterländischer Geschichtsforscher und Schauspieldichter, war
in Siebenbürgen geboren und vollendete seine Studien zu Erlau in
Ungarn. Es erschienen von ihm im Drucke in ungar. Sprache: Der
verdiente Kaufmann, ein auf eine vaterlandische Begebenheit gegründe-
tes Originalschauspiel in 5 Acten; Ofen 1807. — Die Verlobten zu
Carthago, Pesth 1810.
Gosplch (Gozpich), Marktflecken und Stabsort des Liccaner
Regiments in der Carlstädter Gränze der croatischen Militargranze, hat
I,1U0Einw., eine Haupt-und Mädchenschule.
Gofsarvi, Math., geboren in Siebenbürgen, ungefähr in der
Mitte des 16. Jahrhunderts, war Dreyßigst-Einnehmer zuHunyad.
Er gab eine fleißig gearbeitete, jedoch nicht sehr verläßliche Reimchronik,
wie schon aus dem Titel ersichtlich ist, über Ungarns erste Bevölke-
rung in ungar. Sprache heraus. Sie heißt: Erste Geschichte der alten
Qesterr. Nat. Encyll. Nd. II. 26
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie