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Grctsch. — Griechen im österr. Raiserthume.
iners ilnd Plafonds über der Hofcavelle zu Brixen, so wie auch eine
Kreuzigung, dann die Kirche del Carmine in Tr ient , ein Theil der
Kirche della Trinita zu Secco/ endlich mehrere Öhlgemälde, worunter
flchl Slisanna im Bade, Joseph im Kerker und Saul auszeichnen,
woran Reichthum der Erfindung, Lebhaftigkeit der Farben, Anmuth und
Leichtigkeit des Ausdrucks gelobt werden.
Gretsch, Adrian/ aus vier Brüdern, die sich alle dem geistlichen
Stande widmeten, der jüngste; ward 1753 am 11, Oct. inWien geboren.
Seine erste Geistes- und Herzensbildung hat er den Jesuiten zu verdan»
ken. Unvergeßlich blieben ihm die Nahmen: Ma stalier, Storchen au,
Wa Icher, Schneller, Würz lc., denn diese Männer trugen sehr
viel zu feiner Bildung bey. 1770 trat er als Noviz in das Benedictiner«
Stift zu den Schotten i n W i e n ; 1772 legte er die Ordensgelübde
ab, und widmete sick ganz den theologischen Studien. 1764 wurde
er mit der theolog. Doctorswürde und mir Sitz und Stimme bey der
theolog. Facultat beehrt, und 1792 durch Hofentschließung zum k. t.
Examinator für die rigorosen Prüfungen pro ßradu ernannt/ so wie
1796 zum Decan der theolog- Facultat gewählt. — Er war 10 Jahre
in seiner Stiftskirche Pfarrcurat, wo er sich im Predigen übte undgerne
gehört wurde. 1786 wurde ihm die Kanzel in seiner Stiftskirche ganz
überlassen, auf der er durch 21 Jahre das Wort Gottes verkündete.
1804 ward er in seinem Stifte Prior und bald darauf wurd,e ihm die
Stadtpfarre zu den Schotten anvertraut, die er besorgte, bis ihm
sein Prälat 1807 die Vorstadtpfarre G u m p e n d o r f ertheilte. —
Obwohl er nach Aufhebung der Klosterstudien ganz der Seelsorge und
dem Predigtamte lebte/ gab er doch außer einzelnen Predigten/ die ihm
Freunde abnötbigten / nichts in den Druck, bis in der Fasten 1796 die
Erzherzoginn Mar ia Anna, Schwester' des Kaisers Franz, nach
Anhörung einer seiner Predigten ihn zur Herausgabe derselben auf-
munterte. Nun entschloß er sich, feine Sammlung von Sonn-/ Fest»
tags- und Fastenpredigten in 8 Bänden in den Druck zu geben. Es wur-
de auch eine zweyte Auflage veranstaltet, die eben zur Hälfte fertig war,
als 1809 Wien beschossen und selbe ein Raub der Flammen wurde. —
1832—33 erschien eine Neue Ausgabe in 8 Bänden zu Gratz/ und
don L. Scherlich unter dem Titel: Homiletischer Nachlaß/ Wien
1834 —35 in 10 Bänden.
Grianta, lombard. Dorf in der Deleg. Como/ bekannt we-
gen der großen, mit Ammoniten und andern Versteinerungen gefüll-
ten Kalksteingrotten.
Griechen im österr. Kaiserthume; Literatur und Handel
derselben. Die G. (Neugriechen) bilden zwar keine sehr bedeutende Ru-
brik in den Bevölkerungslisten des österr. Kaiserstaates, indessen befindet sich
immer eine beträchtliche Anzahl derselben innerhalb dessen Gränzen und
unter dem Schutze seiner Gesetze, welche theils wegen Handelsgeschäften,
theils wegen der Bewegungen in ihrem Vaterlande dasselbe verlassen ha-
ben. Die wichtigsten griechischen Gemeinden in dem österr. Staate sind
zuTriest, Semlin, Venedig, Pesth/ Mis lo lc l , Ketske-
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Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie