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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Volume 2
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G y r o w e y. 447 dings, und so bekleidete er diese Würde bis an seinen Tod, obwohl er sie bey jeder Amtswahl immer dringender ablehnte. 1690 gab erzuLeut- sch a u einen Kranz geistlicher Lieder: Iinx5a!«)5xärü, und die Xe- med^iade, ein episches Gedicht in vier Büchern und 3l) Gesängen heraus. 1695 erschien: ^' «»lä^d dupi^önali lie^ellcnzeßM me- ^esmerä, e» merves ugüait Icerulö. tisxla ölßtneli <^<?niuza. Ofen 1772 ein didactisches Gedicht in 4 Gesängen. Endlich 1700 zu Leut- schau Chariklia, ein versificirter Roman in 13 Büchern, nach H e- liodor's Äthiopica. Dieß war G.'s letztes Werk. Geliebt und ge- schätzt von seinen Mitbürgern, allgemein gefeyert als Dichter, starb der gelehrte und.biedere 84jährige Greis im Sept. 1704. Sein Nuhm verdunkelte den aller seiner Vorganger in der ungar. Poesie, und sein bloßer Nahme schien hinreichend für die Trefflichkeit eines Werkes zu bürgen. Daher nicht nu> seine Schriften sehr oft nachgedruckt, sondern ihm auch fremde zugeschrieben wurden. 1796 veranstalteteLand erer in Presiburg eine schöne Oesammtausgabe von O.'s Werken, welchevom Prof.D u gonius nach allen Handschriften und Ausgaben gesichtet, mit G.'s Biographie und einem literarischen Commentar über seine Werke ver- mehrt, undmitseinemundV eselen yi's Bildniß geziert, folgenden Titel führt: (^unßvozyi lstvanalc liültemenye« inaraävanyai; 2 starte Oc- tavbände. Dennoch geräth G. seit 2 Decennien immer mehr in Vergessenheit. G^rowetZ, Adalb., pensionirter Capellmeister der k. k. Hof- theater in Wien, einer der vorzüglicheren neuen deutschen Operncom- ponisten im leichtern italienischen Style, wurde geboren den 19. Febr. 1763 zu Budweis in Böhmen. Sein Vater, der daselbst das Amt eines Gemeindeältesten bekleidete, hatte auch zugleich die Chordirection bey der Etadtkirche zu besorgen. Hier studirte auch d.er junge G. die Huma- nitätsclassen mit dem besten Erfolge und begab sich dann nach Prag, wo er Philosophie und Rechtsgelehrsamkeit mit gleicher Auszeichnung hör- te. Die Zeit, welche ihm zu seiner Erholung übrig blieb, widmete er ganz der Musik, so das; er seine gute Anlage, mit welcher er bereits in seinem 8. Jahre einige kleine Versuche in der Composition machte, da- durch ungemein entwickelte. Nachdem er seine juridischen Studien vollen- det hatte, zwang ihn eine gefährliche Krankheit Prag zu verlassen und zu seinen Altern nach Budweis zurückzukehren, wo er nunmehr das Studium der Composition zu seinem Hauptgeschäfte machte. Auf G.'s glückliches Talent aufmerksam gemacht, nahm ihn bald Graf Franz von Fünfkirchen, welcher unweit B udweis ein Landgut besaß und ein besonderer Freund der Musik war, zu sich, und verschaffte ihm Gelegen- heit, sich nicht nur in diesem Fache, sondern auch in öconomischen und Secretärsgeschäften auszubilden. Hier componirte G. nebst mehreren an- dern Instrumentalstücken auch seine ersten Symphonien, welche damahls allgemeinen Beyfall erhielten, ja größtentheils ohne sein Wissen zum Drucke befördert und selbst ins Ausland versendet wurden. Die hiedurch er- langten Vortheile setzten den jungen Componisten in den Stand, eine Reise nach Italien unternehmen zu können. Nebst mehreren Städten die- ses Landes besuchte erbesondersNea pel, wo cr unter der Anleitung des Capellmeisters Ea la durch 2 Jahre hindurch die italienische Methode
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Volume 2
Title
Österreichische National-Enzyklopädie
Subtitle
Buchstabe E-H
Volume
2
Authors
Franz Gräffer
Johann Czikann
Publisher
H. Strauß
Location
Wien
Date
1835
Language
German
License
PD
Size
13.3 x 22.0 cm
Pages
696
Keywords
Nachschlagewerk, Biografien
Categories
Lexika National-Enzyklopädie
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