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1'udomänio8. — Gyulay. 449
mußten, seine zahlreichen Clavier-Compositionen, Quartetten, Trios
und Lieder werden noch immer sehr geschätzt; seine 15 großen Sympho-
nien enthalten wohl Verdienstliches, stehen jedoch, des vielen Vortreffli-
chen wegen, welches wir in diesem Genre besitzen, mehr in Schatten.
Ein großer Theil >der Landwehrlieder Collin's wurde ebenfalls von G.
mit vielem Verdienste in Musik gesetzt.
t^üjtemen^, i'uci'dmäninZ, eine magyarische Monathschrift;
dieses sogenannte wissenschaftliche Magazin fing 1817 Trattner in
Pesth in 8. zu drucken an. Der Hauptredacteur war der Professor,
Georg Fe,er in Pesth,
dessen auch das Verdienst ist, dieselbe in Anregung, und durch seine stei-
ßige und umsichtige Redaction, in Aufnahme gebracht zu haben. Er legte
die Redaction 18l8 nieder; dann besorgte dieselbe LIahre lang bis Ende
1827 Andr. v. Thaiß, Pesther Tabularadvocat; seit 1828 Mich.
v. Vörösmarty, ebenfalls Advocat; seit 1833 redigirt sie der be-
rühmte Steph. v. Horvath und erhöht ihren Inhalt fortwahrend.
Der Inhalt breitet sich über philosophische, moralische, historische, topo-
graphische, statistische, juridische, physikalische, medicinische, ökonomi-
sche/technologische, mathematische, pädagogische, philologische, ästhe-
tische Gegenstande in Original-Abhandlungen aus; Recensionen, und
literarische Nachrichten über Literatur und Kunst im In» und Auslande
bilden den übrigen Inhalt dieser interessanten Monathschrift, welche
heftweise 8—'9 Bogen stark erscheint; seit 1821 eine besondere Zu-
gabe, erweitert unter dem Titel: 8xepli lerasurai Händel» (Scho-
ne Literatur, ein Geschenk), dem seit 1828 noch das Wort: lio^ni-n
(Kranz) vorgesetzt wird, monathlich 1 Bogen kleiner Gedichte, Epi»
gramme und Erzählungen. Der Jahrgang kostete anfangs !8, später
14 fi. W. W. in lnca; mit der Postversendung 22 und 18 fl. —
Sie ist die einzige unter den magyarischen Zeitschriften, die sich einer so
günstigen Aufnahme rühmen kann, daß die Zahl der Abnehmer jährlich
im Durchschnitte 809 beträgt, und daß sie jetzt (1835) den 19. Jahr-
gang zählt. Es ist nur zu bedauern, daß nicht ein vollständiges Realre-
gister geliefert wird, denn der monathliche Index ist sehr unvollkommen.
— Die Vorzüge dieser Zeitschrift sind im Hesperus 28. Bd. Beyl. Nr.
87 auseinandergesetzt.
Gyula, ungar. Marktstecken und Hauptort des Bl?keser Comi<
tats, mit 13,760 Einw. Dieser Ort wird durch den weißen KÜrös in 2
Flecken getheilt, von denen der am linken Ufer gelegene U ng arisch-
Gyula, der am rechten Ufer gelegene Deutsch-Kyula genannt wird.
In dem letztern war einst ein berühmtes festes Schloß, und jetzt befin-
det sich hier das Comitathaus.DerOrt hat mehrere Kirchen, 2 Ohlmühlen.
2 Thiergärten, fruchtbare Äcker, starke Viehzucht und viele Schildkröte,,.
Gyulay v. Maros-Nemeth und Nadaska, Ignaz Graf,
k. k. Feldzeugmeister und Hofkriegsrathspräsident, Ritter des goldene i
Vließes, Großkreuz des St. Stephan- und Leopold- , Commanden'.'
des Maria Tyeresien - Ordens, Ritter des russ. Sr. Alexander-Newc--
ky- und Großkreuz des bayer. milit. Max - Joseph » Ordens , dann
Ritter des rothen preußischen Adler-Ordens I. Classe, wurde den 1!.
Oesterr. Nat. Encykl. Vd. II, 29
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie