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H a d a l y.
den Abhandlungen gelehrter oder gemeinnütziger Gesellschaften aufge-
nommenen Aufsätzen, theils ökonomischen, theils naturhistonschen In-
Olvctoäraonia
d2lnic»lihallsauf.
Von 1778 — 80 gab er heraus: ^ly i ^ p
d. i. Physikalische Erdbeschreibung des Herzogthums Krain, Istrien,
und zum Theil der benachbarten Länder mit Chart, und Kupf. 4 Thle.
Leipzig.—Nachricht von Versteinerungen von Schalthieren:c. Wien.
l?89. — ?l2nwe ^Ipinaedai-ninlicae collectae etdescriptHe, mit
Kupf. eb. 1782. —Mineralogisch-botanische Lustreise von dem Berge
Terglou in Krain zu dem Berge Glockner in Tyrol, mit Kupf. eb.
1784. — Physikalisch-politische Reise aus den dinarischen, durch die
'lutschen, carnischen, rhätischen, in'die norischen Alpen, 1781 und 1782
unternommen, 2 Thle. mit Kupf. Leipz. 1785. — Neueste physikalisch-
politische Reise, 1788 und 1789, durch die dacischen und sarmatischen, oder
nördlichen Karpathen, 2 Thle. mit Kupf. Nürub. 1790. — Reise
durch die norischen Alpen, 2 Thle. mit Kupf. eb. 1790. — Beschrei-
bung der Flintensteine. Wien 1792. — Abbildung und Beschreibung der
südwest- und östlichen Wenden, Illyrier und Slaven, deren geogra-
phische Ausbreitung, Sitten, Gebräuche u. s. w., 5 Hefte. Leipzig.
1801 — 8. Er besaß viele und umfassende Sachkenntnisse ; als Schrift-
steller hatie er aber eine minder correcte Darstellungsgabe. Sein schav»
fer Blick und gebildeter Geist schien bey allen Naturforschungen mehr
an den materiellen Erscheinungen der Körperwelt zu hängen, und er be-
handelte die Natur als Anatom; daher konnte er auch nicht zu jenen
freyen Ansichten gelangen, die sich dem Auge des tiefen philosophischen
Beobachters darbiethen. Einen Beweis seiner Ansichten gibt eine kleine
anonyme Schrift: Blicke über das menschliche Wissen in der Naturkunde,
Wien, l8!3, worin der Greis der Welt sich mittheilen zu müssen ge-
glaubt hac. — Selbst in seii.em hohen Alter blieb sein Geist munter und
regsam, und eine sehr schmerzhafte, chirurgische, lebensgefährlicheOpe-
ration, auf die er durchaus drang, bestand er auf eine heroische Weise.
Er wünschte noch einmahl sein Vaterland zu sehen, aber dieser Wunsch
blieb unerfüllt; denn als er zur Reise Anstalt treffen wollte, übereilte
ihn am 10. Iän. 1815 der Tod. Unstreitig hat die Welt an ihm einen
sehr kenn.nißreichen, freymüthigen uud originellen Mann verloren. —
Die Fortsetzung seines Werkes über die slavischen Völkerschaften hatte
er B redetz ky übertragen, ihm zugleich ein versiegeltes Packet, das
Nachrichten über sein Leben enthielt, überschickt, uud ihn zu seinem
Biographen erwählt. Bredetzky starb bald, und so kam das We.k
ins Stocken. H. hatte als Gelehrter viele Verbindungen mit aus - und
inländischen Gelehrten, und genoß allgemeine Achtung.
Hadaly v. Hada, Carl, königl. Rath, Professor der Ma-
thematik an der Universität zu Pesth, Mitglied der Societät der Wis-
senschaften zu Gott ing en, ein geborner Ungar, erhielt nach vollen-
deten Studien die Professur dieser Wissenschaft zu Raab, die er 1783
mit jener an der Akademie zu Preßburg und endlich 1812 mit dersel-
ben Stelle an der Pesther Universität vertauschte. Seine großen Kennt-
nisse in den mathematischen Wissenschaften legte er in folgenden Werken
an den Tag: LlelnentaNvdrotecnniae, 5 Auflagen, Raab und Preß-
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Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie